Dezember 2010

Spawn wird 200 – in Heften, nicht in Jahren. Der Erfinder der Figur und Comiclegende Todd McFarlane wird für die Jubiläumsausgabe selbst einmal wieder den Bleistift schwingen. Daneben gibt es etliche Gaststars in dem 48 Seiten Special.

Spawn © starbooze/Flickr

Spawn ist eine Ausnahme-Serie in vielerlei Hinsicht: Der Held ist tot, ein Dämon, der Wegbereiter der Apokalypse und wohnt mit Odachlosen auf den Hinterhöfen New Yorks. Sein Gesicht ist völlig verbrannt. Trotzdem, oder vielleicht auch deshalb, hat sich die Figur aus der Feder von Comiclegende Todd McFarlane vom Hype bis zur Institution gemausert. Denn was als weiterer, grafisch brillanter Superheld begann, hat sich in den 200 Heften seit 1992 zu einer Serie entwickelt, die philosophisch, actionreich und kontrovers zugleich sein kann, ohne die eigene Design-Herkunft zu vergessen.

Spawn #200: Ein Comic-Meilenstein

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Jamiri zeichnet was und wen er kennt. Am liebsten sich selbst. Und seine Frau Beate. Und all die kleinen Tücken des Alltags, mit all ihrer philosophischen, absurden, banalen und konkreten Realität. Seit 1990 ist der deutsche Comiczeichner für Unicum, Spiegel Online und mit eigenen Comicalben unterwegs.

Der Zeichner Jamiri, der eigentlich Jan-Michael Ritter heißt, ist einem enorm großen Publikum bekannt – und fast alle davon sind oder waren Studenten. Denn der intellektuelle Comicschaffende veröffentlicht seine halb-autobiografischen Geschichten seit rund zwanzig Jahren in Stadtmagazinen und vor allem dem Studentenmagazin mit der höchsten Auflage, dem Unicum. Hier erscheinen regelmäßig seine Seiten, auf denen er in wenigen Bildern die Absurdität des Alltags schildert.

[youtube RWXB4zpAXzM]

Jamiri: Hauszeichner von Unicum und bei Spiegel Online

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Anime ist in Japan mit Manga enger verbunden, als man es vom Zeichentrickfilm und den Comics im westlichen Kulturraum her kennt. Die bewegten Bilder und die Comicgeschichten im Telefonbuch-Format stehen oftmals in direkter Wechselwirkung zueinander.

Akira Filmposter © Andrew Jian / Flickr

Bei Anime handelt es sich nicht einfach nur um Zeichentrickfilme oder Comic – Verfilmungen basierend auf den Manga-Geschichten der angesagtesten Künstler. In den meisten Fällen bedingen sich die Medien, befruchten sich gegenseitig oder funktionieren als jeweilige Erweiterung des anderen. Anime haben viele unterschiedliche Genres und Stile zu bieten, die von speziellen Nischen bis zu Filmen für ein großes Publikum reichen, Kinofilme und TV Serien mit einschließen und sich nicht unbedingt in erster Linie auf gedruckte Manga beziehen müssen.

Anime: japanische Zeichentricktradition

Interessant ist, dass man in Deutschland das Wort „Anime“ erst seit rund zwanzig Jahren benutzt, um über japanische Zeichentrickfilme und -serien zu sprechen… vorher hießen „Die Biene Maja“, „Captain Future“, „Sindbad“, „Heidi“ und „Kimba, der weiße Löwe“ schlicht „japanische Zeichentrickserien“. Der Advent des Anime in Europa und Amerika kann dabei, trotz der Verbreitung von etlichen Vorgängern, auf ein filmisches und grafisches Meisterwerk zurückgeführt werden, ohne das man wohl nie auf die Idee einer vielschichtigen, reichhaltigen und dezidiert japanischen Zeichentrickkultur gekommen wäre: Katsuhiro Otomos „AKIRA“.

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Spoof Animation ist ein relatives neues Feld, in dem sich vor allem junge und unbekannte Zeichner und Filmemacher bekannten Figuren, Serien und Filmen widmen – und ihnen ihre persönliche Note aufdrücken. Mal lustig, mal absurd machen sich diese Zeichentrick-Filmchen über popkulturelle Phänomene lustig.

Vor Spoof Animation ist niemand sicher und je bekannter etwas ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass sich jemand darüber in Form eines kleinen Zeichentrick-Films lustig macht. Die Ergebnisse sind manchmal brillant – teilweise bestechen sie eher durch ihre krude Machart. Sie orientieren sich an Shows wie „Robot Chicken“ von Seth Green oder an liebgewonnenen Traditionen, wie 80er Jahre Samstagmorgen-Cartoons.

[youtube VViTfSmpYtI]

Dabei haben die Zeichner in den Zeiten von YouTube eine größere Chance, ihre Filme zu veröffentlichen. Endlich haben sie also ein großes wie auch kritisches Publikum fernab der Medienkonglomerate, die ansonsten die Jobsituation kontrollieren.

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