Anime – Zeichentrick aus Japan

Anime ist in Japan mit Manga enger verbunden, als man es vom Zeichentrickfilm und den Comics im westlichen Kulturraum her kennt. Die bewegten Bilder und die Comicgeschichten im Telefonbuch-Format stehen oftmals in direkter Wechselwirkung zueinander.

Akira Filmposter © Andrew Jian / Flickr

Bei Anime handelt es sich nicht einfach nur um Zeichentrickfilme oder Comic – Verfilmungen basierend auf den Manga-Geschichten der angesagtesten Künstler. In den meisten Fällen bedingen sich die Medien, befruchten sich gegenseitig oder funktionieren als jeweilige Erweiterung des anderen. Anime haben viele unterschiedliche Genres und Stile zu bieten, die von speziellen Nischen bis zu Filmen für ein großes Publikum reichen, Kinofilme und TV Serien mit einschließen und sich nicht unbedingt in erster Linie auf gedruckte Manga beziehen müssen.

Anime: japanische Zeichentricktradition

Interessant ist, dass man in Deutschland das Wort „Anime“ erst seit rund zwanzig Jahren benutzt, um über japanische Zeichentrickfilme und -serien zu sprechen… vorher hießen „Die Biene Maja“, „Captain Future“, „Sindbad“, „Heidi“ und „Kimba, der weiße Löwe“ schlicht „japanische Zeichentrickserien“. Der Advent des Anime in Europa und Amerika kann dabei, trotz der Verbreitung von etlichen Vorgängern, auf ein filmisches und grafisches Meisterwerk zurückgeführt werden, ohne das man wohl nie auf die Idee einer vielschichtigen, reichhaltigen und dezidiert japanischen Zeichentrickkultur gekommen wäre: Katsuhiro Otomos „AKIRA“.

[youtube DuN3vhs9rPU]

Der Zeichner aus Japan (Mangaka) Otomo begann mit seiner Arbeit an seinem Magnus Opus von 2.000 Seiten schon 1982. Im Jahr 1988 – noch vor dem Ende des Manga im Jahr 1990 – erschien der Film zur Buchreihe. Zwar um einige Handlungsstränge gekürzt, jedoch mit selten erreichtem Aufwand produziert, präsentierte „AKIRA: The Movie“ eine düstere Cyberpunk-Geschichte, die auch in Deutschland – wo der Anime in nur wenigen, kleinen Kinos 1991 zwei Wochen lang lief – zeigte, dass die Zeichentrickfilme aus Japan nicht nur für Kinder gemacht werden.

Zwischen Manga und Kinofilm

Seitdem sind mit „Ghost in the Shell“, „Neon Genesis Evangelion“, den Filmen von Hayao Miyazaki („Das wandelnde Schloss“), den vielen Serien wie „Naruto“, „Dragonball“, „Cowboy Bebop“ oder „Deathnote“ immer mehr hervorragend produzierte und vom Publikum mit Begeisterung aufgenommene Animes entstanden, welche die lange Tradition Japans auch in Europa und Amerika gefestigt haben. Wie zudem die Geschichte der Comics in Japan zeigt, sind auch dem Anime weder bei den Inhalten, noch bei den Stilen und Genres Grenzen gesetzt: Jeder Zuschauer wird in diesem enorm reichhaltigen Angebot etwas passendes finden.

Weiterführende Links

http://anisearch.de/

http://animexx.onlinewelten.com/

2 Antworten zu “Anime – Zeichentrick aus Japan”

  1. Yakitori sagt:

    Gross geworden bin ich mit Captain Future usw., aber gepackt hat mich die Anime-Manie mit Akira. Für seine Zeit war der Film absolut abgefahren und heute ist er ein Klassiker, den man kennen muss. Westliche Filmemacher haben sich an diesem Meisterwerk orientiert. Auch Ghost in the Shell ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Matrix hat sich bei GitS die laufenden Schriftzeichen geliehen.

    Cowboy Bebop hat schon wegen der absolut geilen Musik ein Platz im Anime Olymp verdient.

    Übrigens wurden vor gut 80 Jahren Anime in Japan schon zu Propagandazwecken eingesetzt.

  2. monex.com sagt:

    Keine Sorge bin geduldig Kann aber sein dass du Professor Layton dann im Anime Movies Bereich finden wirst…..Ich finde es geht extrem schnell mit der neuen Movie Schablone. Das erinnert mich auch daran warum ich zeitweise gar keine Anime mehr gucken wollte….