Geschichte der Comics

Comic-Verfilmungen sind oftmals fehlgeleitet und die Gründe für ein Scheitern sind vielfältig. Nicht nur Low-Budget Produktionen, auch groß angelegte Hollywood-Streifen können mächtig daneben greifen, wenn es um die filmische Darstellung gezeichneter Geschichten geht. Und gerade bei Superhelden scheint der Griff überproportional häufig vorbei zu gehen, wie auch Teil 2 der schlechtesten Comic-Verfilmungen zeigt.

Teenage Mutant Ninja Turtles - Helden der 80er © Rubenstein/Flickr

Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo © Rubenstein/Flickr

Probleme entstehen bei Comic-Verfilmungen immer dann, wenn von Seiten der Filmschaffenden weder ihrer Vorlage noch ihrem eigenen Medium getraut wird: Besonders Superhelden wurden lange Zeit für albern gehalten, die Annahmen über Comics beruhten wahlweise auf der alten “Batman” Fernsehserie oder auf einer missgeleiteten Verbindung zwischen Comic und Cartoon. Das Publikum wird unterschätzt und eigentlich wollte man ja sowieso lieber einen Action-Film machen – dummerweise waren aber gerade die Rechte ein einer obskuren Comicfigur frei.

Auch die dringende Besetzung des Helden/der Heldin mit einem Star – ob das nun passt oder nicht – und ein fehlendes Budget hat für manche Gurke im Bereich der Adaptionen gesorgt. Aicomic geht entsprechend in die zweite Runde der 25 schlechtesten Comic-Verfilmungen mit den Plätzen 19 bis 15.

wirklich schlechte Comic-Verfilmungen: die nächsten Plätze

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Die Topliste der 25 besten Comic-Verfilmungen bei Aicomic nähert sich ihrem Höhepunkt: Die vier besten live action Adaptionen basierend auf Comics, Graphic Novels, Comiccharakteren oder -ikonen werden in diesem Showdown vorgestellt und einer letzten, genauen Prüfung unterzogen.

Sin City © BangEmSmurf/Flickr

Sin City © BangEmSmurf/Flickr

Comic-Verfilmungen in “gut” und “schlecht” zu unterteilen, geht meistens am Thema vorbei. Wie jeder andere Film auch, können Comicfilme aus mehreren Perspektiven gelungen oder misslungen sein, dem Ausgangsmaterial gegenüber auf vielen verschiedenen Ebenen treu sein oder das eine oder andere Medium stärker beachten. Die Aicomic-Liste der 25 besten Comic-Verfilmungen versucht, so viele Aspekte wie möglich zu vereinen, zu sehen, wann ein Film als Film funktioniert und wann das Comic am ehesten durchscheint (und in welcher Dimension).

Die besten vier Comic-Verfilmungen stellen dabei, wie auch die vorangegangenen Plätze, natürlich nur eine subjektive, wenn auch fundierte Meinung dar, von der man gerne abweichen kann, darf und soll: Schreibt uns Eure Liste mit Euren Lieblingscomicfilmen und erzählt uns, warum Eure Wahl auf genau diese gefallen ist!

Die bestplatzierten Comic-Verfilmungen

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Die Bewertung von Comic-Verfilmungen hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt: Galten sie früher noch als albern, kindisch, bunt, schrill und als deutlicher Vertreter des Popcorn-Kinos (oder typischer Direct-to-Video-Filme), sind es heute nicht nur Geldgaranten für Hollywood und Comicverlage, sondern auch Sprungbretter für Schauspieler und Regisseure gleichermaßen.

Bat Signal © Si1very/Flickr

Bat Signal © Si1very/Flickr

Und nicht nur jene, die sich mit Comic-Verfilmungen und Actionknallern die ersten Sporen verdienen wollen, sogar große Kinonamen wie Steven Spielberg schämen sich nicht mehr, mit jenem Medium in Verbindung gebracht zu werden, das mit den gleichen Attributen ausgestattet wird, wie die darauf basierenden Adaptionen. Suchte man früher noch oftmals vergebens nach Perlen innerhalb der B-Movies, die Comics zur Vorlage hatten, irgendwie Comic-artig waren (“Condorman” mit Michael Crawford, 1981) oder zumindest das Comicgeschäft beleuchteten (“Der Agentenschreck/Artists and Models” mit Dean Martin und Jerry Lewis, 1955), so fällt die Auswahl heute schwer, wenn gleichzeitig sogar mehrere Comicfilme im Kino laufen.

Aicomic stellt daher in Teil 4 den Countdown zu den ersten Plätzen der 25 besten Comic-Verfilmungen auf der Liste vor.

Die Plätze 9 bis 5 der besten Comic-Verfilmungen

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Ob Superheld oder Graphic Novel, ob Mainstream oder Independent-Produktion – Comic-Verfilmungen stehen derzeit ganz oben auf der Liste der Geschichtslieferanten für Hollywood. In der Liste der besten von ihnen nähern wir uns langsam aber sicher den höher platzierten Einträgen, wenn die Nummern 14 bis 10 behandelt werden.

Spawn © gamerscoreblog/Flickr

Spawn © gamerscoreblog/Flickr

Die Bewertung einer Comic-Verfilmung kann immer nur so gut sein, wie die Definition der Aspekte, die gelungene oder weniger gelungene Adaptionen ausmachen. Ist es die genaue Abfolge von Plotpunkten, die sklavische Verfolgung der Story, die authentische Wiedergabe der Figuren? Oder ist es das Erfassen der Ikonografie eines Comics, eines Charakters oder eines Designs? Ist es die Erzählstruktur, die prinzipiell Comic und Film voneinander unterscheidet? Wie genau ist eine genaue Adaption überhaupt? Geht es um die gleichen Eindrücke oder sollten nicht vielmehr neue Impressionen in einem neuen Medium ergänzend wirken? Viele nicht leicht zu beantwortende Fragen und die Positionen 14 bis 10 in der Aicomic-Liste der 25 besten Comic-Verfilmungen bilden entsprechend weitere Beispiele dafür ab, wie unterschiedlich sich die Adaption zum Ausgangsmaterial verhalten kann und umgekehrt- und dass dies nichts schlechtes sein muss.

Independent und Mainstream Comic-Adaptionen

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Kaum ein Genre ist derzeit so stark im Kino vertreten wie Comic-Verfilmungen: Teile von Trilogien, Remakes und Reboots, sowie Einzelfilme, die aber zu ganzen Serien gehören sind im Prinzip zu so gut wie jeder Zeit auf der Leinwand zu sehen. Die besten 25 Comic-Verfilmungen werden bei Aicomic mit den Plätzen 19 bis 15 fortgeführt.

Spider-Man 2002 © Franco Folini/Flickr

Spider-Man 2002 © Franco Folini/Flickr

Comic-Verfilmungen sind die aktuellen Blockbuster-Garanten: Waren sie noch vor wenigen Jahren einem speziellen und überschaubaren Publikum vorbehalten, parodistisch angelegt oder entfernten sich so sehr vom Original (vermutlich, um einem möglichst großen Publikum zuzuarbeiten), dass sie damit nicht mehr viel zu tun hatten, sind sie heute darauf bedacht, die Comic-Vorlage wirklich in ein neues Medium zu übertragen. Manchen gelingt dies naturgemäß besser als anderen und doch kann man nicht nur durch die verbesserte CGI-Technik feststellen, dass die Comicverfilmungen von heute sich generell von ihren Vorgängern unterscheiden – die Superhelden der neueren Adaptionen dürfen sich sogar Superschurken stellen, was noch in den späten 80ern quasi undenkbar war, wie man an ansonsten gelungene Serien wie “Louis & Clark” oder “The Flash” denkt, ganz zu schweigen von Jahrhundertgurken wie den Siebziger-Jahre-Spider-Man oder der damaligen Captain-America-Verfilmung. In diesem Teil der 25 besten Comic-Verfilmungen soll daher der Blick auf die Plätze 19 bis 15 gerichtet werden.

Meilensteine der Comic-Verfilmungen auf den Plätzen 19 bis 15

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Seit einigen Jahren können sich Comic-Verfilmungen beständig auf den obersten Plätzen der Kinocharts behaupten. Vor kurzem noch eher müde belächelt, hat sich das Genre gemausert, so dass man schon jetzt kaum den Überblick behält. Daher präsentiert Aicomic den Versuch, die besten 25 Comic-Verfilmungen einmal aufzulisten.

Superman movie poster © Soctech / Flickr

Superman movie poster © Soctech / Flickr

Comic-Verfilmungen können sich dicht an der Vorlage halten oder lediglich Figuren und Momente daraus enthalten – die Einschätzung, welche von der mittlerweile großen Anzahl an Filmen, die auf Comicserien, Comicfiguren oder ganzen Graphic Novels basieren, fällt nicht leicht, wenn gleichzeitig etliche Faktoren von Adaptionen, das Verhältnis zur Vorlage, das jeweilige Medium und nicht zuletzt der eigene Geschmack bedacht werden wollen. Daher sollen im folgenden zehn der besten Comic-Verfilmungen nicht nur aufgezählt, sondern auch kurz erörtert werden, nach den Gesichtspunkten von gelungener Übertragung, Beibehaltung von Aspekten des Originals, Funfaktor und eben auch der subjektiven Komponente.

Die besten Comic-Verfilmungen: die hinteren Plätze

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Comic-Verfilmungen sind beinahe so alt wie die beiden Medien selbst: Als Film und sequentielle Kunst noch in ihren jeweiligen Frühphasen ihre Möglichkeiten ausloteten, machten sich bereits die ersten Schnittstellen bemerkbar. Und auch, wenn beide auf völlig unterschiedliche Weise erzählen, sind doch Adaptionen in beide Richtungen ein immer wiederkehrendes Thema.

Kino-Adaptionen von Comics, gute wie schlechte, gelungene wie missratene, finden sich in allen Jahrzehnten seit der Erfindung der Kamera und der Etablierung der sequentiellen Kunst: Während Comiczeichner schon früh in den Animationsbereich vordrangen (man denke an Winsor McCays (“Little Nemo in Slumberland”) “Gertie the Dinosaur” von 1914), haben sich auch Filmemacher ebenso bald mit den Möglichkeiten von Adaptionen im Zeichentrick und Realfilm beschäftigt. Gezeichnete Versionen sollen bei der Geschichte der Comic-Verfilmungen hier einmal außen vor gelassen werden, da sie anderen Maßstäben folgen und gerade auf dem japanischen Markt oftmals Hand in Hand miteinander gehen, wodurch es zu einer schier unüberschaubaren Menge kommt.

Kinosaal © schoschie/Flickr

Kinosaal © schoschie/Flickr

Eine kurze Geschichte der Comic-Verfilmungen

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Etablierte Comicstile aus Amerika, Japan, Franreich und Belgien ermöglichen angehenden ZeichnerInnen eine Vielzahl von Erzählstrukturen, die der eigenen Geschichte weiterhelfen können. Der sechste Exkurs des Aicomic-Zeichenkurses stellt sie unter diesen Aspekten einmal vor.

Erzählstruktur © Daniel Gramsch/Aicomic

Erzählstruktur © Daniel Gramsch/Aicomic

Jede Zeichnerin und jeder Zeichner hat den eigenen Stil, aber über die persönliche Herangehensweise hinausgehend, kann man vier verschiedene, größere “Schulen” für Comicstile beschreiben. Das amerikanische Comic Book, die franko-belgischen Bandes Dessinées, die japanischen Manga und die Cartoon-Tradition richten sich alle nach den Storytelling Methoden und doch sind gerade in den Erzählstrukturen Unterschiede zu erkennen.

unterschiedliche Erzählstrukturen

Der Unterschied zwischen diesen Comicstilen liegt nicht im Inhalt oder im Genre – jedes Comic sollte sich inhaltlich von anderen unterscheiden und in jedem Stil kann jedes Genre angegangen werden – und auch nicht im Zeichenstil. Es ist zwar wahr, dass sich in allen vier Stilen bestimmte Merkmale etabliert haben, durch die man sehr schnell erkennen kann, womit man es zu tun hat, aber es ist ebenso wahr, dass sich die Stile gegenseitig befruchten. Ein Umhang sagt genauso wenig etwas über die Herkunft des Comics aus, wie enorm große Augen.

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Wer sich mit modernen Comics beschäftigt, wird über kurz oder lang an einem Namen nicht vorbeikommen: Will Eisner. Als Comiczeichner, Autor, Vordenker, Erfinder von “The Spirit” und einer der ersten, die sich wissenschaftlich mit Comics auseinander gesetzt haben, gehört der Namensgeber der “Graphic Novel” zu den ganz Großen in der Geschichte der Comics.

Will Eisner © annulla/Flickr

Will Eisner © annulla/Flickr

Will Eisner verdiente sich seit 1936 seine Sporen im damals aufstrebenden Comicgeschäft. 1940 bereits brachte er mit “The Spirit” eine Figur heraus, die zunächst primär dem damals aktuellem Zeitgeist entsprach – ein Noir-Held mit Lone-Ranger-Maske -, die er seitdem jedoch immer weiter entwickelte und anhand derer er auch etliche seiner Erzählexperimente ausführen konnte. Denn neben seiner Tätigkeit als Zeichner war Will Eisner auch immer daran interessiert, herauszufinden, was in dem Medium Comic alles möglich ist.

Will Eisner: Sequential Art und Graphic Novel

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Ein Daily Cartoon erzählt auf wenigen Bildern jeden Tag einen Teil einer Geschichte oder präsentiert einen Witz aus dem Universum der jeweiligen Figuren. Ob Snoopy oder Garfield, Dork Tower oder Dennis the Menace – tägliche Comics haben in Zeitungen und im Internet Tradition.

Snoopy © -l.i.l.l.i.a.n- / Flickr

Snoopy und Woodstock von Charles M. Schulz © -l.i.l.l.i.a.n- / Flickr

Der Daily Cartoon blickt auf eine enorme Tradition zurück und ist untrennbar mit der Geschichte der Comics verbunden: Die erste Comicfigur, die 1895 erschien, “The Yellow Kid” von Richard F. Outcault, war zwar noch auf die Sonntagsausgabe beschränkt, doch schon bald entwickelten sich Comics, die jeden Tag auf den “Funny”-Seiten aller großen, US-amerikanischen Zeitungen erschienen. Dabei wurde selten ein Unterschied zwischen den Genres gemacht: Während wir heute Cartoons als immer auf eine Pointe innerhalb von drei Bildern ausgelegt wahrnehmen, tummelten sich auch Romanzen, Krimis und Superhelden bei den Daily Cartoons.

Comic-Tradition: Der Daily Cartoon

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