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	<title>Aicomic</title>
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	<description>Infos über Comics</description>
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		<title>Batmans Väter: Bob Kane, Bill Finger und Jerry Robinson</title>
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		<pubDate>Tue, 15 May 2012 13:05:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte der Comics]]></category>
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		<description><![CDATA[Demnächst steht mit &#8220;The Dark Knight Rises&#8221; die nächste große Batman Verfilmung ins Haus. Während Christopher Nolan und Christian Bale ihre aktuelle und ultraerfolgreiche Version des dunklen Ritters in die Kinos bringen, ist dies auch eine gute Gelegenheit, um einmal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Demnächst steht mit &#8220;The Dark Knight Rises&#8221; die nächste große Batman Verfilmung ins Haus. Während Christopher Nolan und Christian Bale ihre aktuelle und ultraerfolgreiche Version des dunklen Ritters in die Kinos bringen, ist dies auch eine gute Gelegenheit, um einmal zu den Anfängen einer der beliebtesten und langlebigsten Comicfiguren zu gehen.</strong></p>
<div id="attachment_1648" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/05/Batman.jpg" rel="lightbox[1646]"><img class="size-full wp-image-1648" title="Batman © Rob React/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/05/Batman.jpg" alt="Batman © Rob React/Flickr" width="250" height="352" /></a><p class="wp-caption-text">Detective Comics #27, Mai 1939: Der erste Auftritt von Batman © Rob React/Flickr</p></div>
<p>Jeder Comicleser weiß, dass Batman von Bob Kane erfunden wurde &#8211; allein schon, weil bis heute sein Name groß in den Credits jeder einzelnen Geschichte und im Abspann der Filme steht. Doch sein Autor Bill Finger und Jerry Robinson, der zunächst als Kanes Assistent anfing und später seinen Mentor überflügeln sollte, werden dabei gerne vergessen. Dabei ist der Erfolg des dunklen Ritters nicht zuletzt darin zu suchen, dass von Beginn an mehrere Künstler an ihm beteiligt waren und sich somit eine Comicfigur ergab, die auch die Visionen weiterer Zeichner und Autoren antreiben konnte.</p>
<h3>Batman: Erschaffen von Bob Kane und Bill Finger</h3>
<p><span id="more-1646"></span>Jerry Siegel und Joe Shuster hatten 1938 mit ihrem Superman einen gewaltigen Coup gelandet: Im Alleingang entwickelten sie das Konzept des Superhelden aus der Vielzahl von Crime-, Pulp- und Daily-Cartoon-Geschichten und bescherten ihrem Verlagshaus damit im Prinzip die Lizenz zum Gelddrucken. Verständlicherweise sollte dieser Erfolg nun reproduziert werden und der junge und talentierte Bob Kane wurde beauftragt, einen weiteren Superhelden zu erschaffen. Dessen erste Version des Bat-Man (so seine ursprüngliche Schreibweise) war jedoch wenig originell: Mit einem roten Kostüm und Fledermausflügeln angetan konnte dieser Verbrechenskämpfer kaum der Unterwelt Angst und Schrecken beibringen. Bill Finger jedoch änderte als Autor das Konzept ein wenig &#8211; und der Batman, den wir alle kennen, kam dabei heraus.</p>
<p>Nicht zuletzt Fingers Beitrag in Form von Prä-Noir Storys, die den Rächer von Gotham (damals noch New York City) zunächst gegen Gangster antreten ließ, bildete die Grundlage der Leserakzeptanz: Hier wurde eine Comicfigur präsentiert, die ohne Superkräfte in einer nachvollziehbaren Umgebung agierte und das Gefühl vermittelte, die Geschichten könnten theoretisch wahr werden. Und durch den späteren Einfluss von Jerry Robinson wurde die Serie in den &#8220;Detective Comics&#8221; vollends zum Hit.</p>
<h3>Jerry Robinson: Vom Assistenten zum Erfinder des Jokers</h3>
<p>Sagen wir es an dieser Stelle einmal ganz ehrlich: Bob Kane war kein besonders begnadeter Zeichner. Er hatte ein gutes Konzept und in einer Umgebung, in der es kaum ernstzunehmende Konkurrenz gab, wurde seine Batman Figur begeistert aufgenommen und schnell stellte er fest, dass er die harten Deadlines im Verlagswesen nicht alleine meistern konnte. Als er Jerry Robinson als Assistenten verpflichtete, war dieser gerade 17 Jahre alt und verbrachte den Sommer in einem Camp, bevor er mit seinem Studium anfing.</p>
<p>Von den Kritzeleien auf Robinsons Jacke angetan, engagierte Kane ihn quasi vom Fleck weg. Zunächst musste er die Hintergründe der Seiten ausfüllen, bis er die Tusche für Bob übernahm &#8211; und den Bildern eine völlig neue Dynamik verpasste. Immer mehr Seiten und Covers wurden von Jerry im Alleingang ausgestattet und als eine zweite Comicserie, die dann auch den Namen &#8220;Batman&#8221; im Titel trug, erschien, erschuf er den wohl bekanntesten Superschurken aller Zeiten: den ewigen Gegenspieler des dunklen Ritters, den Joker.</p>
<p>Über die Entstehung des Jokers ranken sich wenigstens genauso viele Geschichten, wie die Figur über ihre eigene Herkunft erzählt. In einer von diesen fand Kane ein Bild von Conrad Veidt aus dem Film &#8220;Der Mann, der lacht&#8221; und entschied, das psychopathische Grinsen zu übernehmen. In einer anderen musste Jerry Robinson von einem Tag auf den anderen einen besonderen Bösewicht erschaffen und stolperte über eine Spielkarte, die er für die Geschichte umsetzte. Fest steht zumindest, dass er nach Hugo Strange und Clayface der dritte wiederkehrende Gegner war, der sich darüber hinaus gegen alle anderen durchsetzen sollte.</p>
<h3>Von den Detective Comics featuring the Bat-Man bis zu The Dark Knight Rises</h3>
<p>Liest man heute die ersten Batman Geschichten (zum Beispiel in den Sammelbänden der &#8220;Batman Archives&#8221;), so begibt man sich förmlich auf eine Zeitreise: Damals war das Medium noch neu, die Strukturen und Erzählmöglichkeiten wurden noch ausgelotet und in vielen Fällen beschleicht den Leser das Gefühl, dass weder den Zeichnungen noch dem Text vertraut wurde, die Informationen alleine zu vermitteln. Eine typische Situation zeigt Batman, wie er an einem Laternenpfahl oder Gitter sich auf die Halunken schwingt und natürlich lautete der begleitende Text dann in etwa &#8220;Behende schwingt sich Batman an dem Laternenpfahl auf die Halunken&#8221;, während die Gangster ausrufen &#8220;Oh nein, er schwingt sich an dem Laternenpfahl auf uns!&#8221;, was von Batman mit &#8220;Nehmt das, ihr Halunken.&#8221; kommentiert wurde.</p>
<p>Und dennoch haftet den ursprünglichen Storys um den dunklen Ritter eine mitreissende Atmosphäre an, bei der man die ungebremste Kreativität und Begeisterung aller drei Beteiligten auf jedem Panel spürt. Als mit Robin, dem Wunderknaben, eine leicht heitere Stimmung in den Geschichten etabliert wurde, steigerte sich die Popularität der Hefte noch einmal und Bob Kane, Bill Finger und Jerry Robinson schwangen sich zu neuen, unerwarteten Höhen auf.</p>
<p>Batman hat sich seitdem viele Male verändert, immer dem aktuellen Geschmack folgend: Von Verfolgungsjagden auf überdimensionierten Schreibmaschinen und der &#8220;Bam! Pow! Crunch!&#8221; Phase der 60er Fernsehserie über die dunklen Geschichten von Frank Miller bis zu den Kassenschlagern von Tim Burton, Joel Schumacher und nun Christopher Nolan, die abwechselnd <a title="Die besten Comicverfilmungen bei Aicomic" href="/die-25-besten-comic-verfilmungen-teil-4-platze-9-bis-5" target="_blank">zu den besten Comicverfilmungen</a> und zu den schlechtesten gehören. Der Grundstein dafür ist vermutlich genau dort zu suchen, wo die Saga des Dark Knight anfing: Bei drei jungen Zeichnern und Autoren, die erkannten, dass die Comicfigur genug Potential für eine Vielzahl von Geschichten besitzt, die nicht auf eine Person alleine zurückgeführt werden können &#8211; oder sollten.</p>
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		<title>Gratis Comic Tag 2012: Am 12. Mai gibt es kostenlose Comics!</title>
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		<pubDate>Tue, 08 May 2012 10:33:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comic Shop]]></category>
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		<category><![CDATA[deutsche Verlage]]></category>
		<category><![CDATA[Free Comic Book Day]]></category>
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		<category><![CDATA[Gratis Comic Tag 2012]]></category>
		<category><![CDATA[kostenlos]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum dritten Mal wird der Gratis Comic Tag auch in Deutschland begangen: Am 12. Mai 2012 werden ausgewählte Comics kostenlos an Leser und Interessierte verteilt &#8211; viele Comicläden bieten zu diesem Event auch eine Reihe von Sonderveranstaltungen an. Der Free [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zum dritten Mal wird der Gratis Comic Tag auch in Deutschland begangen: Am 12. Mai 2012 werden ausgewählte Comics kostenlos an Leser und Interessierte verteilt &#8211; viele Comicläden bieten zu diesem Event auch eine Reihe von Sonderveranstaltungen an.</strong></p>
<p>Der Free Comic Book Day hat sich in den USA seit 2002 als feste Größe etabliert: An einem Tag im Jahr gibt es Hefte der größten Helden und von noch unbekannten Comicfiguren, oftmals auch besondere Ausgaben, die als Einstiegspunkt für die Serien dienen (Nummer #0 oder #1/2 etwa), die an Comicleser kostenlos verteilt werden. Seit 2010 haben sich die deutschen Comicverlage von dieser Idee inspirieren lassen und den Gratis Comic Tag als Pendant ins Leben gerufen. Nach dem überragenden Erfolg im letzten Jahr, bei dem sich aber auch leichte Verwirrung bei den potentiellen Neukäufern einstellte, wurde das Programm 2012 nun von 44 auf 30 Hefte gesenkt &#8211; die es dafür umso mehr in sich haben!</p>
<p><object width="425" height="344" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/WMZV_xkWFg8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0"><param name="movie"  value="http://www.youtube.com/v/WMZV_xkWFg8&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param></object></p>
<h3>Der Gratis Comic Tag 2012: Verlage stellen ihre Serien vor</h3>
<p><span id="more-1627"></span>Mit &#8220;Blue Exorcist&#8221; und &#8220;Akuma to Love Song&#8221; stürmt der japanstämmige Kazé Verlag in diesem Jahr zum GCT vor, Epsilon widmet sich derweil altbekanntem und bringt den ersten Band der franco-belgischen Reihe &#8220;Aldebaran&#8221;. Und auch der Alben-Verlag Splitter zeigt mit &#8220;Thorgal&#8221; Kurzgeschichten einen echten Comicklassiker, ebenso wie Splitter-Imprint toonfish erneut ein &#8220;Die Schlümpfe&#8221; Album in Heftform darbietet. Beim Comic Culture Verlag gibt es gleich zwei Geschichten in einem Heft: Die Albenreihe &#8220;Nocturnal Nemesis&#8221; von Guido Neukamm und die Manga-Story &#8220;Grimoire&#8221; von Marika Herzog werden hier vorgestellt.</p>
<p>Im Independent Bereich finden sich ebenfalls liebe, alte Bekannte (&#8220;Zuckerfisch&#8221; von Naomi Fearn bei Zwerchfell und die &#8220;Horrorschocker&#8221; von Levin Kurio, Weissblech) und anspruchsvolles Neues (&#8220;Cosa Nostra&#8221; bei Schreiber&amp;Leser oder &#8220;Die Katze des Rabbiners&#8221; bei Avant). Die großen Verlage Carlsen, Ehapa und Panini bieten derweil eine gute Mischung aus nationalen und internationalen Größen: So zeigt Flix seine eigene Don Quijote Version, die Justice League und Spider-Man sind mit dabei, sowie Garfield, Donald Duck und auch wieder &#8220;<a title="Mehr zu den Simpsons bei Aicomic" href="/die-simpsons-der-comic" target="_blank">Die Simpsons &#8211; der Comic</a>&#8220;, hier unter dem Titel &#8220;Bongo Comics&#8221;.</p>
<p>Natürlich werden auch die derzeit besonders angesagten Serien nicht vergessen: Cross Cult bringt die &#8220;Walking Dead&#8221; und Panini &#8220;Star Wars: The Clone Wars&#8221;. Zum ersten Mal dabei ist auch TheNextArt, die ihre &#8220;Blue Evolution&#8221; Serie von Marian Kretschmer vorstellen.</p>
<h3>30 kostenlose Comics zum GCT 2012</h3>
<p>Hier alle 30 Titel im Überblick:</p>
<ol>
<li>Die Katze des Rabbiners, 		Joann Sfar (Avant)</li>
<li>Don Quijote von Flix 		, Flix (Carlsen Comics)</li>
<li>Wave and Smile, Arne Jysch (Carlsen Comics)</li>
<li>Nocturnal Nemesis / Grimoire, Guido Neukamm, Daniel Gramsch, Marika Herzog (Comic Culture)</li>
<li>The Walking Dead, Robert Kirkman, Tony Moore (Cross Cult)</li>
<li>Der Vampir von Benares, Georges Bess (Ehapa Comic Collection)</li>
<li>Donald Duck, Bas Heymans, Mau Heymans (Ehapa Comic Collection)</li>
<li>Garfield, Jim Davis (Egmont Balloon)</li>
<li>Aldebaran 1: Die Katastrophe, Leo (Epsilon)</li>
<li>Holzhof Comix 2, Pits, Gerd Unterstein, Reiner Schwalme, Jürgen Günther, Dirk Seliger, Hagen Flemming, Schwarwel, Jan Suski (Holzhof Verlag)</li>
<li>Akuma to Love Song, Miyoshi Tomori (Kazé)</li>
<li>Blue Exorcist, Kazue Katō (Kazé)</li>
<li>DC Comics: Justice League, Geoff Johns, Jim Lee, Scott Williams, Paul Jenkins, David Finch (Paninicomics)</li>
<li>Game of Thrones, (Paninicomics)</li>
<li>Marvel: Spider-Man, Dan Slott, Humberto Ramos (Paninicomics)</li>
<li>Bongo Comics für umme!, Bill Morrison (Paninicomics)</li>
<li>Star Wars Clone Wars, Tom Defalco, Ryder Windham (Paninicomics)</li>
<li>Vertigo: Sweet Tooth, Jeff Lemire (Paninicomics)</li>
<li>Whoa! Comics, Henning Mehrtens, Christopher Kloiber, Kristina Reigber, Bouncie D. (Plem Plem Productions)</li>
<li>Fräulein Rühr-Mich-Nicht-An 1: Die Jungfrau im Freudenhaus, Kerascoët (Reprodukt)</li>
<li>Die Pauker / Zauberschule Abrakadabra, Pierre Tranchand (Salleck Publications)</li>
<li>Cosa Nostra, Erwan Le Saëc, David Chauvel (Schreiber &amp; Leser)</li>
<li>Die Schlümpfe: Gargamel und die Schlümpfe 		, Peyo (Toonfish)</li>
<li>Thorgal, Kurzgeschichten &#8211; Das verschollene Langboot, Tjahzis Tränen, Jean Van Hamme, Grzegorz Rosinski (Splitter)</li>
<li>Zombies 0: Tod und Agonie, Olivier Peru, Sophian Cholet, Lucio Alberto Leoni (Splitter)</li>
<li>Blue Evolution Vol. 3 Nr. 1 &#8220;Übergang&#8221;, Marian Kretschmer, Sebastian Schwarzbold (TheNextArt)</li>
<li>Comic Girls!, Julian Neel, Guillaume Bianco, Antonello Dalena, Michel Rodrigue, Cazenove, William (Tokyopop)</li>
<li>Piratengold, Stephan Probst, Elbe-Billy, Bestie Dietz, Steff Murschetz, Patrick Wagner (Undergroundcomix.de)</li>
<li>Horrorschocker, Levin Kurio, Klaus Scherwinski, Rainer F. Engel (Weissblech)</li>
<li>Zuckerfisch &#8211; On The Rocks, Naomi Fearn (Zwerchfell)</li>
</ol>
<p>Der Gratis Comic Tag soll auf einen Schlag die Programme der großen und kleinen Verlage in Deutschland vorstellen und einen Anreiz für Leser bieten, sich diesen Heften, Alben und Mangabüchern auch an anderen Tagen zu widmen. <a title="Seite des GCT" href="http://www.gratiscomictag.de/" target="_blank">Die großangelegte Promotionaktion</a>, die für mehr Interesse an der Comiclandschaft wirbt, wird dabei aber auch immer wieder vor Verständnisprobleme gestellt: Viele Leser denken entweder, dass sie alle unter dem GCT Label erscheinenden Hefte mitnehmen können oder sogar, dass prinzipiell alle im Comicladen vorhandenen Publikationen kostenlos wären.</p>
<h3>Gratishefte in Buch- und Comicläden</h3>
<p>Tatsächlich müssen &#8211; dem Andrang geschuldet &#8211; an einigen Stellen Abstriche gemacht werden: So wird wie auch beim letzten <a title="Der GCT bei Aicomic" href="/gratis-comic-tag-am-14-mai-2011" target="_blank">Gratis Comic Tag am 14. Mai 2011</a> die Anzahl der Gratiscomics in vielen Läden beschränkt (zwei Stück scheinen, wie man so hört, ein gewisser Standard zu sein, wenn es sicherlich auch Ausnahmen gibt) und natürlich muss reguläre Ware bezahlt werden. Dafür gibt es aber auch Gewinnspiele, bei denen die gesamte Kollektion als Hauptpreis winkt, während auch Rabatte durchaus an einigen Orten gegeben werden.</p>
<p>Daneben werden Manga-Zeichenkurse, Malwettbewerbe, Cosplay-Aktionen, Verlosungen, Austellungen (beispielsweise von Tim Eckhorst und Jannes Nowak in Kiel) und vor allem jede Menge Signierstunden angeboten. Von Star Wars Zeichnern in Frankfurt und Esslingen über japanische KünstlerInnen wie Pokémon Zeichnerin Midori Harada bis zu deutschen Comicgrößen wie Naomi Fearn (Frankfurt), Rainer Engel, Guido Neukamm, Daniel Gramsch, Marika Herzog (allesamt Berlin), Klaus Scherwinski (Bielefeld), David Füleki (Hannover) oder Schwarwel (Leipzig) und David Boller (St. Gallen, Schweiz).</p>
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		<title>Publishing, Teil 4: Comicseiten für Print on Demand anlegen</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 07:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Publishing]]></category>
		<category><![CDATA[Comic drucken lassen]]></category>
		<category><![CDATA[Comic Templates]]></category>
		<category><![CDATA[Comicseiten anlegen]]></category>
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		<category><![CDATA[Print on Demand]]></category>

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		<description><![CDATA[Print on Demand ist für all jene ComiczeicherInnen, die ohne Verlagsunterstützung ein professionell erstelltes Comic veröffentlichen wollen, die vermutlich interessanteste Variante im Selfpublishing. Jeder Digitaldrucker hat dabei seine eigenen Vorgaben &#8211; hier soll einmal beispielhaft erklärt werden, worauf man achten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Print on Demand ist für all jene ComiczeicherInnen, die ohne Verlagsunterstützung ein professionell erstelltes Comic veröffentlichen wollen, die vermutlich interessanteste Variante im Selfpublishing. Jeder Digitaldrucker hat dabei seine eigenen Vorgaben &#8211; hier soll einmal beispielhaft erklärt werden, worauf man achten sollte.</strong></p>
<p>Der Heftmarkt schrumpft in Deutschland beständig und nur die wirklich  großen Verlage können in Auflagen drucken, die sich am Kiosk oder im  Comicladen rechnen. Die meisten Independents und Kleinverlage sind dazu  übergegangen, Sammelbände als Trade Paperback oder Graphic Novel  bereitzustellen, doch für Comiczeichnerinnen und Zeichner, die weder die  Zeit für ein solches Riesenwerk noch das dafür nötige Geld haben,  bleiben Hefte (zumal auf Comicmessen verkauft) noch immer eine gute  Möglichkeit, um die eigenen Geschichten an die Leser zu bringen. Wenn  man sich darüber bewusst ist, dass die Einnahmen geringere Bedeutung  haben als die Verbreitung seiner Ideen und Figuren, so ist eine  Digitaldruckerei, die Kleinstauflagen anbietet, trotz des hohen  Einzelstückpreises als durchaus überlegenswerte Option anzusehen.</p>
<div id="attachment_1622" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/05/Comicregal.jpg" rel="lightbox[1615]"><img class="size-full wp-image-1622" title="Comic drucken © Drregor/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/05/Comicregal.jpg" alt="Comic drucken © Drregor/Flickr" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Wer sein eigenes Comic auch einmal im Regal sehen will, kann es einfach über Print on Demand drucken lassen © Drregor/Flickr</p></div>
<h3>Print on Demand: Kleinstauflagen im Selfpublishing</h3>
<p><a title="die deutsche Comicreihe Alina Fox" href="http://www.alinafox.de/"><span id="more-1615"></span>Manche deutsche Comicserie</a> erscheint somit zunächst in Heftform, um Fans neuen Lesestoff zu  bieten, während die Sammelbände später die für den Verkauf  interessantere Variante darstellen können &#8211; Print on Demand macht eine  kleine Auflage für aktuelle Anlässe möglich, ohne sich in den  finanziellen Ruin zu drucken und den Keller mit Comickisten  vollzustapeln.</p>
<p>Viele der Digitaldruckanbieter haben ähnliche Vorgaben, wie man es von regulären Off-Set-Druckereien gewohnt ist &#8211; also Datenanlieferung per PDF, Bilder im CMYK Modus, gerne auch schon in einem Layout-Programm in die richtige Reihenfolge gebracht (Beispiel: Links Seite 24, rechts Seite 1) und mit den dazugehörigen Schriften ausgestattet -, andere wiederum haben ihre eigenen Ansprüche, mit denen man sich vor der Drucklegung beschäftigen muss. Im eigenen Interesse sollte man aber beim Seitenlayout immer auf die nötigsten Vorgaben achten, möchte man ein <a title="Publishing bei Aicomic" href="/publishing-ein-eigenes-comic-drucken-lassen-wie-macht-man-das" target="_blank">eigenes Comic drucken lassen</a>.</p>
<p>Eine der wichtigsten Aspekte bei jeder gedruckten Seite ist der Beschnitt: Da weder die Druckmaschine noch der Cutter jedesmal zu hundert Prozent akkurat arbeitet, muss man zu der letztlichen Druckgröße immer ein paar Milimeter hinzurechnen, die fast immer vollständig abgeschnitten werden. Besonders bei offenem Panelling und Splashpages ist der Beschnitt wichtig, damit man sich nachher nicht über unliebsame Blitzer weißen Papiers oder nicht ganz gerade ausgeführte Schnitte ärgern muss.</p>
<p>Hierbei ist es auch nicht verkehrt, wenn man zwischen den Kanten der fertigen Seite und den Panels ein paar Zentimeter Rand läßt (also eben keine Splashpanels zeichnet), wenn man sich unsicher ist &#8211; auf jeden Fall aber sollte man die wesentlichen Bild- und Textinformationen der Seite innerhalb eines relativ klaren Bereiches (dem sogenannten Live Bereich) belassen, damit die Lesbarkeit gewährleistet bleibt und beides nicht unter Umständen durch den Schnitt eingeschränkt wird.</p>
<p>Problematisch ist auch die Ausrichtung im fertigen Hefte nach links oder rechts: Achtet man nicht darauf, wo sich die Comicseite beim Aufschlagen des Heftes oder des Buches befindet, so läuft man Gefahr, entweder durch die Schnittkante oder die Falz in der Heftmitte weitere Informationen zu verlieren &#8211; dem kann man einerseits durch die richtige Anlage in einem Layoutprogramm wie InDesign entgegenwirken, sich ein Probeheft ausdrucken und selbst montieren oder durch die eben erwähnte Einhaltung des Live-Bereichs.</p>
<h3>Beispiel für das Anlegen einer Comicseite bei einem On Demand Printer</h3>
<p>Ohne die nötigen Vorgaben des POD-Anbieters zu kennen, ist natürlich eine genaue Anleitung schwierig. Daher soll hier nun am Beispiel der &#8220;Ka-Blam&#8221; Druckerei einmal die <a title="Seite der Druckerei" href="http://ka-blam.com/printing/front/" target="_blank">Erstellung eines Comics im Selfpublishing</a> erläutert werden. Ka-Blam gehört zu den qualitativ besseren Anbietern mit verhältnismäßig angenehmen Preisen, die in den meisten Fällen trotz der Lieferkosten vom Sitz der Druckerei in Florida besser sind, als in jedem beliebigen Copy-Shop.</p>
<p>Die POD Druckerei hält einige Templates bereit, die man sich zur Erleichterung der Arbeit herunterladen kann. Darunter befinden sich Vorlagen für Comics im regulären amerikanischen Format, für Manga Bücher und etliche weitere Produkte. Gehen wir spaßeshalber vom US-Comic-Format aus, das hier natürlich in Inch angegeben wird und etwa 17 mal 26 Zentimeter entspricht &#8211; das Comic Template ist durch den Beschnitt entsprechend etwas größer.</p>
<p>Mit dieser Vorlage fällt es auch Anfängern recht leicht, die Dimensionen genau einzuhalten: Der Beschnitt wird hier in rot angegeben, der Randbereich in gelb und der Live Bereich ist transparent. Man legt nun die eigene Comicseite in einer neuen Ebene über die Vorlage und kann sie entsprechend so skalieren, dass nur die unwesentlichen Bildaspekte im Beschnitt liegen und man so <a title="Sprechblasen bauen bei Aicomic" href="/zeichenkurs-lektion-20-lettering-1-sprechblasen-bauen" target="_blank">die Sprechblasen bauen sollte</a>, dass sie zwar in den gelben Bereich ragen können, man aber hierbei vorsichtig vorgeht.</p>
<p>Für viele Grafiker und Zeichner ist folgender Umstand etwas eigenartig: Die Druckerei möchte, dass die Comicseiten in RGB angelegt werden, was eigentlich für die Bildschirmdarstellung gedacht ist. Tatsächlich erkennt man interessanterweise keinen Unterschied beim fertigen Heft, die Qualität bleibt hoch. Ist man mit dem Ergebnis dann zufrieden, reduziert man seine Ebenen auf die Hintergrundebene und speichert die Datei als TIF mit LZW-Komprimierung ab, da diese verlustfrei ist und die Datengröße nicht allzu hoch wird.</p>
<p>Die Namensgebung der Dateien sollte nachvollziehbar gestaltet werden: Die erste Seite sollte einen Namen tragen wie &#8220;mein_comic_page01.tif&#8221;, die folgenden entsprechend &#8220;mein_comic_page02.tif&#8221; etc. Das Cover wird mit &#8220;mein_comic_frontcover&#8221; betitelt, dessen Innsenseite als &#8220;insidefront&#8221;, während die Rückseite des Heftes &#8220;backcover&#8221; und dessen Innsenseite &#8220;insideback&#8221; heißen sollten.</p>
<h3>sein eigenes Comic drucken lassen</h3>
<p>Möchte man ein bisschen Geld im Druck sparen, so räumt der Digitalprinter die Option ein, Eigenwerbung mit ins Heft aufzunehmen: Je nach der Platzierung auf dem Backcover, der Innenseite des Covers oder des Backcovers oder im Innenteil des Comics werden einige US-Cent pro gedruckter Ausgabe erlassen &#8211; die entsprechende Seite, auf der die Werbung erscheinen soll, muss man nicht extra anlegen, denn das erledigt Ka-Blam selbst. Man lässt diese Seite einfach aus und der PoD Anbieter baut seine Werbung an dieser Stelle ein.</p>
<p>Sind alle Seiten mit den richtigen Namen versehen und liegen in den richtigen Abmessungen vor, muss man alle gemeinsam in eine Zip-Datei packen, die wiederum einen klar verständlichen Namen bekommt. Den Zip-Ordner kann man mittlerweile direkt auf den Ka-Blam Server laden (nachdem man freilich dort einen kostenlosen Account angelegt hat) oder man legt ihn in seinen eigenen Webspace oder in eine Dropbox. Jetzt heißt es eine Bestellung aufgeben, wobei man jede erdenkliche Menge ab einem Stück wählen kann. In der Bestellung muss man noch einmal die genaue Seitenanzahl angeben, das Format, die gewünschte Werbung an welcher Stelle und die Fragen nach der Qualität des Papiers, des Covers und ob der Innenteil in Farbe oder schwarz-weiß sein soll beantworten.</p>
<p>Die Seiten werden nun vom Ka-Blam Team auf ihre Druckfähigkeit getestet, man bekommt ein PDF als Proof zugeschickt (um nocheinmal zu kontrollieren, ob die Seiten in der richtigen Reihenfolge sind, sich Schreibfehler eingeschlichen haben etc.) und die Rechnung wird als E-Mail versendet, die dann per PayPal bezahlt werden kann. Nun muss man sich nur noch die fertigen Hefte liefern lassen &#8211; erfahrungsgemäß dauert es etwa vier bis fünf Wochen, bis sie per Post ankommen.</p>
<p>Neben diesem Anbieter gibt es natürlich auch Comixpress, der ebenfalls durchweg positive Kritiken bekommt und mit dem einige Kollegen sicherlich auch gut, wenn nicht sogar besser auskommen werden &#8211; am Besten, man probiert einfach Print on Demand Comics einmal aus, um sich sein eigenes Urteil bilden zu können.</p>
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		<title>The Avengers: Superhelden Team Verfilmung von Joss Whedon</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 09:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comic - Verfilmungen]]></category>
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		<description><![CDATA[Der langerwartete Avengers Film kommt in die Kinos. Am 26. April 2012 ist es endlich so weit und die Heldengruppe um Captain America, Iron Man und Hulk wird sich unter der Regie von &#8220;Buffy&#8221; Erfinder Joss Whedon versammeln &#8211; Grund [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der langerwartete Avengers Film kommt in die Kinos. Am 26. April 2012 ist es endlich so weit und die Heldengruppe um Captain America, Iron Man und Hulk wird sich unter der Regie von &#8220;Buffy&#8221; Erfinder Joss Whedon versammeln &#8211; Grund genug, sich einmal mit den Marvel Superhelden in ihren Film- und  Comicformen auseinander zu setzen.</strong></p>
<div id="attachment_1608" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Avengers-Poster.jpg" rel="lightbox[1601]"><img class="size-full wp-image-1608" title="Avengers Poster © PopCultureGeek.com/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Avengers-Poster.jpg" alt="Avengers Poster © PopCultureGeek.com/Flickr" width="250" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">Die Avengers: Marvels größte Helden kommen ins Kino © PopCultureGeek.com/Flickr</p></div>
<p>Die Avengers sind bereits seit 1963 unterwegs, um die größten Helden des Marvel Universums in einer Serie zu vereinen &#8211; nun werden sie auch im Kino ihr erstes gemeinsames Abenteuer erleben. Im Laufe der Jahre haben sich die Mitglieder des Superhelden Teams, das in Deutschland unter dem Namen &#8220;Die Rächer&#8221; erschien, etliche Male gewandelt, für Joss Whedons (&#8220;Angel&#8221;, &#8220;Firefly&#8221;, &#8220;Dollhouse&#8221;) Film tritt nicht nur eine der Stammbesetzungen an, sondern auch die Schauspieler (zumindest zum größten Teil) aus den vorangegangenen Einzelabenteuern. Nicht nur dies ist einer der Gründe, warum ausgerechnet diese Comicverfilmung sehnsüchtig erwartet wird: Hier wird zum ersten Mal in der <a title="Die Geschichte der Kino Adaptionen bei Aicomic" href="/comic-verfilmungen-die-geschichte-der-kino-adaptionen" target="_blank">Geschichte der Kino-Adaptionen</a> das Team-Up-Konzept konsequent angewendet und das sogenannte Marvel Cinematic Universe ernsthaft ausgebaut.</p>
<h3>Avengers assemble: Superhelden Team mit vielen Varianten</h3>
<p><span id="more-1601"></span>Die beiden Comiclegenden Stan Lee und Jack Kirby erfanden die Avengers als Möglichkeit, sowohl den beliebtesten Helden des Marvel Universums eine weitere Plattform einzuräumen als auch etwas weniger bekannten Figuren zu verstärktem Leserinteresse zu verhelfen: So trafen sich zum ersten Abenteuer nicht nur Iron Man, Thor und der Hulk, sondern auch Ant-Man und Wasp, während Captain America in einem der ersten großen Comicevents in den Seiten der Rächer aus dem ewigen Eis befreit wurde.</p>
<p>Im Laufe der Jahre stießen <a title="klassische Comicfiguren bei Aicomic" href="/klassiker-der-comicgeschichte-die-comicfigur" target="_blank">solche Klassiker der Comicgeschichte</a> wie Spider-Man oder Wolverine zeitweilig zu den Avengers, Hawkeye, Vision und Scarlet Witch gehörten lange Zeit zu den wichtigsten Vertretern des Teams, das uns von Marvel in den 2000ern mit sage und schreibe zehn Heftserien beschert wurde. Hierin wurden die  traditionellen, aber auch die neuen und dunklen Aspekte des/der  Superheldenteams ausgelotet, während man momentan wieder jenen Geschichtsstil bevorzugt, der sich in den 60ern und 70ern schon als erfolgreich erwiesen hat.</p>
<h3>Die Rächer: Die Helden in Deutschland</h3>
<p>In Deutschland tauchten die Rächer in den 60ern und 70ern zunächst in der Hit-Comics-Serie aus dem BSV (Bildschriftenverlag) auf und wurden später im Williams Verlag fortgeführt, während sie den Großteil der 80er und frühen 90er (wie die meisten Marvel-Serien) ein eher stiefmütterliches Dasein in den Taschenbüchern von Condor fristeten. Diese Taschenbuch-Ausgaben, die auch die damals verhältnismäßig aktuellen Captain America und Hulk Hefte brachten, zeichneten sich vor allem durch die Zusammenkürzung des Textes auf ein absolutes Minimum aus (in einer Phase, in der der Hulk mal wieder grau und recht gesprächig war, wurde ein hochphilosophischer Monolog aus Platzgründen zu einem schlichten &#8220;Puh!&#8221; zusammengefasst), ein Druck auf nur unwesentlich besserem Klopapier und einer Klebebindung, die schon auseinander fiel, wenn man sie schief ansah.</p>
<p>Als nächstes fanden die Avengers bei Panini ein neues Zuhause und schlitterten direkt in den erneut erstarkten Heftmarkt in Deutschland am Ende der 1990er, inklusive aller Crossover-Variant-Cover-Premium-Doppelausgaben-Miniserien-Manie, die mit dazu gehörte. Mittlerweile werden etliche zu einer großen Story gehörenden Hefte in Tradepaperbacks veröffentlicht, die auf etwa 100 Seiten pro Buch und in regulärer Comicheftgröße zumindest ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten.</p>
<h3>Joss Whedons Comicverfilmung von Marvels größten Helden</h3>
<p>Das große Avengers-Film-Projekt wurde bereits seit langer Zeit geplant:  Die letzten Comicverfilmungen rund um Iron Man, Hulk, Thor und Captain  America enthielten kleine Szenen und Figuren, die den Kontext der  Einzelgeschichten nicht störten, sich aber in ein Gesamtgefüge des  Marvel Cinematic Universes fügten:</p>
<p>Mit Iron Man (2008, Jon  Favreau) begann die Referenzierung anderer Helden und kommender Filme:  Nach dem Abspann trifft Tony Stark (Robert Downey Jr.) auf Nick Fury  (Samuel L. Jackson), der im Auftrag von S.H.I.E.L.D. den Superhelden im  Kampfanzug rekrutieren soll. Darüber hinaus war der Schild von Captain  America für einige Sekunden zu sehen, so dass auch hier ein Bezug zu  einem größeren Universum hergestellt werden konnte.</p>
<div id="attachment_1610" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Avengers-Props.jpg" rel="lightbox[1601]"><img class="size-full wp-image-1610" title="Avengers Props © PopCultureGeek.com/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Avengers-Props.jpg" alt="Avengers Props © PopCultureGeek.com/Flickr" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Helme, Masken und Utensilien der Avengers auf der WonderCon 2012 © PopCultureGeek.com/Flickr</p></div>
<p>Tony Stark  hatte dann auch im Unglaublichen Hulk (2008, Louis Leterrier) einen  Kurzauftritt und eine geschnittene Szene zeigt den im Eis eingefrorenen  Körper Captain Americas. Währendessen wurden in Iron Man 2 (2010, Jon  Favreau) weitere Rächer-Artefakte und kleine Hinweise auf den  Zusammenhang der Filme geliefert. Doch vor allem Thor (2011, Kenneth  Branagh) und Captain America: The First Avenger (2011, Joe Johnston) etablierten eine gemeinsame Mythologie, in der die Taten der Götter von Asgard  sich in direkter Verbindung mit den Plänen des Red Skull (Hugo Weaving)  befinden und etliche der späteren Avenger-Figuren bereits auftauchen.</p>
<p>Während  Figuren wie Spider-Man und Daredevil bislang in ihren Filmen die  einzigen kostümierrten Helden zu sein schienen, wurde somit in den von  Marvel selbst produzierten Filmen von vornherein auf Größeres  hingewiesen &#8211; und nun werden eben jene Handlungsstränge von einem der besten Geschichtenerzähler des amerikanischen Fernsehens miteinander verbunden. Der <a title="Trailer zur Comicverfilmung" href="http://www.filmstarts.de/trailer/" target="_blank">Trailer zu den Superhelden</a> verspricht dabei schon einmal gewaltige Action und gekonnte Charakterisierung, die ebenso im Einklang mit den bisherigen Filmen und den Comics zu sein scheint, wie auch ganz der gewohnten Qualität von Joss Whedeon entspricht.</p>
<p>All dies ist nicht nur ein guter Grund, um sich die Avengers in 3D im Kino anzusehen, man sollte sich eigentlich auch noch einmal die Vorgänger ansehen. Eine <a title="Die Marvel Timeline" href="http://www.tiki-toki.com/timeline/entry/5395/A-Marvel-Cinematic-Universe-Timeline/" target="_blank">chronologische Reihenfolge der Geschehnisse</a> wird einem zwar verwehrt bleiben, aber dafür macht es um so mehr Spaß, die Verbindungen der einzelnen Storys zu entschlüsseln.</p>
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		<title>Comicfiguren anonym: Fairy Quest von Humberto Ramos und Paul Jenkins</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 08:30:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte der Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Publishing]]></category>
		<category><![CDATA[Album]]></category>
		<category><![CDATA[Graphic Novel]]></category>
		<category><![CDATA[Hardcover]]></category>
		<category><![CDATA[Kickstarter]]></category>
		<category><![CDATA[Self-Publishing]]></category>

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		<description><![CDATA[Comiczeichner werden im US-amerikanischen Markt meistens für bestimmte Figuren und Serien engagiert, die bereits seit vielen Jahrzehnten fester Bestandteil der Comicszene sind. Ab und an erfinden bekannte Zeichner und Autoren aber auch ihre eigenen Geschichten, die oftmals um einiges interessanter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Comiczeichner werden im US-amerikanischen Markt meistens für bestimmte Figuren und Serien engagiert, die bereits seit vielen Jahrzehnten fester Bestandteil der Comicszene sind. Ab und an erfinden bekannte Zeichner und Autoren aber auch ihre eigenen Geschichten, die oftmals um einiges interessanter sind, als ihre großen Brüder: &#8220;Fairy Quest&#8221; von Humberto Ramos und Paul Jenkins ist ein solches Beispiel.</strong></p>
<p>Die Schwierigkeit, seine <a title="Comics veröffentlichen bei Aicomic" href="/publishing-teil-1-comics-veroffentlichen" target="_blank">Comics veröffentlichen</a> zu können, macht auch nicht vor Comicsuperstars wie Humberto Ramos halt: Der gefeierte Zeichner verschiedener &#8220;Spider-Man&#8221; und &#8220;X-Men&#8221; Serien, sowie der Indpendent Reihen &#8220;Crimson&#8221; und &#8220;Out There&#8221; und einiger &#8220;Kookaburra&#8221; Alben für den franko-belgischen Markt, hat sich mit Autor Paul Jenkins, mit dem der gebürtige Mexikaner auch schon die geniale Miniserie &#8220;Revelations&#8221; (zu Deutsch: &#8220;Die Offenbarung&#8221; bei Carlsen) schuf, erneut zusammengetan und eine interessantes Projekt gestartet:</p>
<p>Mit &#8220;Fairy Quest&#8221; haben die beiden das Terrain des Self-Publishing betreten und nicht nur gezeigt, dass Qualität und spannende Geschichten nicht an einen Großverlag gebunden sein müssen, sondern auch, dass der Zuspruch der Fans und Leser manchmal nicht ausreicht, um seine professionelle Arbeit auch professionell finanzieren zu lassen. So haben Ramos und Jenkins nun den Versuch unternommen, durch Crowdfunding ihre märchenhaften Storys einer noch breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.</p>
<div id="attachment_1595" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Humberto-Ramos.jpg" rel="lightbox[1590]"><img class="size-full wp-image-1595" title="Humberto Ramos © PopCultureGeek.com/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Humberto-Ramos.jpg" alt="Humberto Ramos © PopCultureGeek.com/Flickr" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Humberto Ramos auf der WonderCon 2012 © PopCultureGeek.com/Flickr</p></div>
<h3>Fairy Quest: Self-Publishing Projekt von Humberto Ramos und Paul Jenkins</h3>
<p><span id="more-1590"></span>&#8220;Fairy Quest&#8221; nimmt die bekannten Grimm&#8217;schen Märchen (sowie Peter Pan und weitere Fabelwesen) und erzählt eine Parallelwelt-Story: In Fablewood werden die Märchenfiguren vom diktatorischen Grimm gezwungen, tagein tagaus ihre Geschichten gemäß dem Plan der Märchenbücher nachzuspielen &#8211; bereits leichte Abweichungen werden schwer geahndet. Doch die Charaktereigenschaften der Figuren ist in vielen Fällen völlig anders, als man es noch aus Kindertagen gewohnt ist: Hänsel und Gretel sind zwei eklige und hinterhältige Denunzianten, die der armen (wenn auch häßlichen) Hexe das Leben schwer machen, und Rotkäppchens bester Freund ist der Wolf, mit dem sie lieber fangen spielt, als ihn dem Jäger auszuliefern.</p>
<p>Als es dem Wolf an den Pelz gehen soll, beschließt Rotkäppchen, gemeinsam mit ihm aus Fablewood zu fliehen und den einzigen Charakter aufzusuchen, der sich jemals aus Grimms Einflussbereich entziehen konnte: Peter Pan, der mit seinen Verlorenen Jungs außerhalb des Waldes lebt. Doch auch Pan ist nicht der freundliche Held aus dem Disney-Film: Auch er birgt ein dunkles Geheimnis, während er Captain Hook seit Jahren im Kerker gefangen hält. Rotkäppchen und der Wolf müssen weiter vor ihren Häschern fliehen&#8230;</p>
<h3>Märchen Graphic Novel als limitiertes Hardcover Buch</h3>
<p>Derzeit ist die Neudeutung von alten Geschichten und Märchen ein durchaus beliebter Topos und &#8220;Fairy Quest&#8221; erfindet das Rad an dieser Stelle zumindest nicht neu, doch gelingt es Paul Jenkins mit leichten und cleveren Dialogen seine Figuren nachvollziehbar und erneut spannend zu präsentieren, Humberto Ramos&#8217; Zeichnungen haben zeigen seine gewohnte spielerische Souveränität, gepaart mit einer verträumten Farbgebung von Leonardo Olea, die die Story auf den Punkt bringt.</p>
<p>Neben dem Album, das bei lediglich zwei Comicmessen komplett ausverkauft wurde, wurde einige Jahre zuvor noch ein &#8220;Making of&#8221; Buch ebenfalls als Hardcover-Skizzenbuch veröffentlicht, das bereits einen Vorgeschmack auf die kommenden Abenteuer lieferte und das auch eine schöne Gelegenheit für Studien bietet, möchte man <a title="Comics zeichnen lernen bei Aicomic" href="/zeichenkurs-online-zeichnen-lernen-bei-aicomic" target="_blank">Comics zeichnen lernen</a>.</p>
<p>Der einzige Nachteil am Jenkins/Ramos Album: &#8220;Fairy Quest: Outlaws&#8221; ist als <a title="Seite der Graphic Novel" href="http://fairyquestbook.com/" target="_blank">Teil eins der Graphic Novel</a> in einer Auflage von 1.000 Stück erschienen und all jene, die das Hardcover-Buch bei den 2011er Comic-Cons in Amerika ergattern konnten (oder jene wenigen Exemplare die in Comic-Shops landeten), können sich glücklich schätzen, denn diese Mini-Auflage ist bereits jetzt schon vergriffen.</p>
<p>Doch es mag Hoffnung geben für das Self-Publishing-Projekt: Im Crowdfunding-Netzwerk &#8220;Kickstarter&#8221; ist nun der Versuch gestartet worden, &#8220;Fairy Quest&#8221; auch im größeren Rahmen weiterführen zu können.</p>
<h3>Kickstarter: Finanzierungsversuch für Comics</h3>
<p>Der Plan des Autoren/Zeichner-Gespanns sieht vor, in kurzer Zeit 60.000 US-Dollar zusammenzubekommen, um nicht nur ihr Buch zu finanzieren, sondern auch verschiedene Artikel, die das Sammlerherz höher schlagen lassen (eine exklusive Statuette von Rotkäppchen, &#8220;Red&#8221;, und dem bösen Wolf, &#8220;Woof&#8221;, etwa) &#8211; der Community winken dabei verschiedene Rewards. Neben Postern und Merchandising, das für die unterschiedlichen Backing-Summen vergeben werden, lockt auch ein Auftritt im Comic selbst und eine Einladung zur Dragon-Con Comicmesse. In nur wenigen Tagen hat das Kickstarter Projekt von Ramos und Jenkins schon ein Viertel der Gesamtsumme eingespielt, die Chancen stehen also nicht schlecht.</p>
<p>&#8220;Fairy Quest #1 &#8211; Outlaws&#8221; ist somit nicht nur eine spannende, brillant geschrieben und gezeichnete Comicstory, die sich bislang (aber hoffentlich nicht ewig) einer nur sehr überschaubaren Leserschaft präsentieren konnte, sondern auch ein <a title="Das Projekt bei Kickstarter" href="http://www.kickstarter.com/projects/1803036765/fairy-quest" target="_blank">interessantes Self-Publishing Projekt</a>, das bei Erfolg vielleicht sogar Schule machen könnte &#8211; gerade für deutsche Zeichner und Kleinverlage könnte eine solche Idee neue Wege bereiten&#8230;</p>
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		<title>Comic-Geschichte: Der Comics Code als Selbstzensur</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Apr 2012 08:12:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte der Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Comics Code Authority]]></category>
		<category><![CDATA[EC Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Frederic Wertham]]></category>
		<category><![CDATA[MAD]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstzensur]]></category>
		<category><![CDATA[William Gaines]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>

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		<description><![CDATA[Zensur in Comics hat beinahe schon Tradition, doch der sogenannten Comics Code steht einzigartig in der Geschichte der Comics da. Beinahe sechzig Jahre versuchten Comicverlage in den USA, sich auf diese Weise selbst zu zensieren. Der Comics Code sollte Hefte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zensur in Comics hat beinahe schon Tradition, doch der sogenannten Comics Code steht einzigartig in der Geschichte der Comics da. Beinahe sechzig Jahre versuchten Comicverlage in den USA, sich auf diese Weise selbst zu zensieren.</strong></p>
<p>Der Comics Code sollte Hefte &#8220;sauber&#8221; halten: Von Gewalt, Sex, Horror und Hass befreit, wurde mit ihm der Versuch unternommen, Anfeindungen von Eltern, Jugendschutzgruppen und Psychologen zuvorzukommen, die Comics für die Wurzel allen Übels sahen. Mit Ausschlaggebend war hierbei das berühmt-berüchtigte Buch &#8220;Secuction of the Innocent&#8221; von Frederic Wertham. Der Comics Code wurde 1954 von den meisten Verlagen angenommen und ihre Comichefte wurden mit einem entsprechenden Logo auf dem Cover zertifiziert. Einige Comichäuser profitierten davon nicht schlecht &#8211; andere waren dem Untergang geweiht.</p>
<div id="attachment_1584" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Crypt-Keeper.jpg" rel="lightbox[1580]"><img class="size-full wp-image-1584" title="Crypt Keeper © Averageman/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Crypt-Keeper.jpg" alt="Crypt Keeper © Averageman/Flickr" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Opfer des Comics Code: Der Crypt Keeper aus den EC Comics © Averageman/Flickr</p></div>
<h3>Der Comics Code: Geschichte des Regelwerks</h3>
<p><span id="more-1580"></span>Die Idee <a title="Text des Comics Codes" href="http://www.lambiek.net/comics/code_text.htm" target="_blank">eines selbst angenommenen Regelwerks</a>, wie es der Comics Code darstellte, wurde fast eins zu eins aus der Filmwirtschaft übernommen: Ende der 20er wurde dort der sogenannte &#8220;Production Code&#8221; von William Hays vorgestellt, um aufgebrachte Moralisten zufrieden zu stellen. Und ähnliches spielte sich auch im Comicmedium in den 50ern ab: Angestachelt durch die nur marginal empirische Studie Werthams kam es zu Anhörungen, öffentlichen Diskussionen und der Bestätigung der alten Überzeugung, Comics seien Schund, die die Kinder verderben.</p>
<p>Damit Comichefte vertrieben werden konnten, mussten sie der  Comics Code Authority (CCA) zur Prüfung vorgelegt werden: Entschied dieses aus Verlagsvertretern bestehende Gremium aufgrund der Paragraphen des Codes gegen die Vergabe des Zertifikats für eine Story, konnte das entsprechende Logo nicht auf dem Cover erscheinen und somit nicht am Kiosk vertrieben werden, da hier nur genehmigte Hefte angenommen wurden &#8211; wohlgemerkt bestand weder auf Seiten der Verlage der Zwang, die Geschichten einzureichen, noch auf Seiten der Verkäufer, jene Serien abzulehnen, die nicht den CCA Stempel aufwiesen.</p>
<p>Die von der CCA ausgearbeiteten Regeln legten als Reaktion darauf fest, dass Gewalt nicht grafisch dargestellt werden durfte, Sex schon gar nicht, dass Amts- und Authoritätspersonen nicht verunglimpft werden durften und Gruselgestalten, wie Vampire, Zombies und Werwölfe, nicht aufzutauchen hätten. Ganz speziell wurden die Wörter &#8220;crime&#8221;, &#8220;horror&#8221; und &#8220;terror&#8221; aus den Titeln der Comics verbannt &#8211; was einer Theorie nach vor allem den heute hoch geschätzten EC Comics von William Gaines schaden sollte.</p>
<p>Denn Gaines verhältnismäßig kleiner Verlag konnte damals mit Comicheften wie &#8220;Tales of the Crypt&#8221;, &#8220;Crime SuspenStories&#8221; und &#8220;Vault of Horror&#8221; die auflagenstärksten Großverlage schlagen &#8211; nach dem Comics Code waren sie alle nicht mehr verkaufbar. Denn die CCA war keine übergeordnete oder gar staatliche Institution, sondern ein Zusammenschluss von Vertretern der Comicsindustrie minus William Gaines, die hier nicht nur Selbstzensur vornahmen, sondern auch die Kollegenschaft regulierte: Hefte ohne das oben erwähnte Logo konnten nicht mehr frei zugänglich am Kiosk verkauft werden, an EC Hefte wurde das Logo nicht vergeben, ergo ging der große Horrorverlag in die Knie.</p>
<p>Ein gutes hatte der Code allerdings auch für Gaines: Als Reaktion auf die Gängelung der CCA entwickelte er aus einem Humorcomic das <a title="Seite des deutschen MAD Magazins" href="http://www.paninicomics.de/?s=serie&amp;g_gruppe=235" target="_blank">MAD Magazin als Satirezeitschrift</a>, die noch heute zu den Standardveröffentlichungen in vielen Ländern &#8211; darunter auch Deutschland &#8211; gehört.</p>
<div id="attachment_1585" class="wp-caption aligncenter" style="width: 511px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Alfred-E-Neumann.jpg" rel="lightbox[1580]"><img class="size-full wp-image-1585" title="Alfred E Neumann © JustUptown/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/04/Alfred-E-Neumann.jpg" alt="Alfred E Neumann © JustUptown/Flickr" width="501" height="514" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Gewinner der Selbstzensur (wenn schon von nichts anderem): Alfred E Neumann aus dem MAD Magazin © JustUptown/Flickr</p></div>
<h3>Selbstzensur: Regulation und Chance</h3>
<p>Auch die Entwicklung der Underground Comics geht direkt auf den Code zurück: Da auch die Geschichten von Robert Crumb et al. nicht das CCA Logo bekamen, wurden sie zur Ausdrucksweise einer intellektuell-alternativ gesellschaftlichen Untergrundbewegung, die sich in direkte Opposition mit den etablierten Verlagen stellte und stolz auf das fehlende Logo war.</p>
<p>Doch selbst die großen Verlage Marvel und DC gerieten in den fast sechzig Jahren des Codes mit der CCA aneinander: Da die Authority eine Geschichte nicht freigeben wollte, in der das Wort &#8220;wolfman&#8221; vorkam, dies aber der Name des Autors, Marv Wolfman, war, erstritt DC die Veröffentlichung und schuf damit auch den Präzedenzfall für die namentliche Nennung aller am Werk Beteiligter. Absurd war auch eine Marvel-Auftragsarbeit, in der Stan Lee vom Gesundheitsministerium gebeten wurde, in einer Spider-Man Geschichte auf Drogen und die damit verbundenen Probleme einzugehen &#8211; auch wenn Drogen im ursprünglichen Comics Code nicht genannt wurden, entschied der CCA gegen die Vergabe des Logos für die Aufklärungsstory.</p>
<h3>60 Jahre Comics Code Authority: Verantwortung oder Schikane?</h3>
<p>Die einzelnen Paragraphen des Comic Codes haben sich im Laufe der Zeit des Öfteren geändert, die Grundaussage blieb die gleiche: Damit man nicht von außen zensiert wird, reguliert man sich selbst und beweist damit Verantwortungsgefühl. Wie bei allen Zensur- und Regulationsmechanismen sind aber natürlich auch hier immer mehrere Deutungsmöglichkeiten gegeben.</p>
<p>Tatsächlich fällt es auch immer schwer, eine solche Selbstzensur komplett zu verdammen: Einerseits ist nicht völlig sicher, was geschehen wäre, wenn die CCA nicht Hand an die Veröffentlichungen gelegt hätte, andererseits wurden dadurch Serien und ganze Verlage im Prinzip vernichtet. Auf einer weiteren Seite konnte sich dadurch in den USA die Comictradition entwickeln, die wir heute kennen, und auf noch einer Seite lässt sich nicht sagen, wie sie sich sonst entwickelt hätte.</p>
<p>Jede Form von Zensur ist dabei auch nicht nur ein künstlerischer Knebel, sondern auch eine Chance, um die Restriktionen zu arbeiten: Etliche Geschichten wären so nicht erzählt worden, wenn die Autoren und Zeichner nicht Tricks und Geschick hätten anwenden müssen, um den Comics Code zu umgehen. Auch sind natürlich einige Klassiker und <a title="Mehr zum Thema bei Aicomic" href="/die-besten-comics-aller-zeiten" target="_blank">die besten Comics aller Zeiten</a>, wie Frank Millers &#8220;Dark Knight Returns&#8221; oder sogar Alan Moores &#8220;Watchmen&#8221;, als Reaktionen auf den Code zu verstehen, die in diesem Maße wohl nie stattgefunden hätten, wäre die Selbstzensur nicht fast dreißig Jahre mit eiserner Hand durchgesetzt worden.</p>
<p>Ab den 80ern wurden die Bestimmungen fortwährend offener, die Entscheidungen, was genehmigt wurde, immer lockerer. Neue Verlage gesellten sich nicht mehr zur CCA (zum Beispiel Image mit Titeln wie &#8220;Savage Dragon&#8221; oder &#8220;<a title="Mehr zum Thema bei Aicomic" href="/spawn-200-jubilaum-fur-den-dusteren-superhelden-von-todd-mcfarlane" target="_blank">Spawn</a>&#8220;) und die großen veröffentlichten &#8220;Comics für Erwachsene&#8221; ohne das Logo. Anfang der 2000er verzichtete Marvel auf den Code, DC folgte kurz darauf. Als letzter Comicverlag entschied sich Archie Comics 2011 dafür, den Comicscode nicht weiter zu verwenden.</p>
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		<title>Comic Book Men: Doku-Soap aus Kevin Smiths Comic Shop</title>
		<link>http://www.aicomic.com/comic-book-men-doku-soap-aus-kevin-smiths-comic-shop</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 14:52:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<description><![CDATA[1997 übernahm Regisseur und Comic-Aficionado Kevin Smith einen Comic Shop in seiner Heimatstadt Red Bank in New Jersey und taufte ihn &#8220;Jay and Silent Bob&#8217;s Secret Stash&#8221;. Fünfzehn Jahre später berichtet die Doku-Soap &#8220;Comic Book Men&#8221; über die absurden Erlebnisse [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1997 übernahm Regisseur und Comic-Aficionado Kevin Smith einen Comic Shop in seiner Heimatstadt Red Bank in New Jersey und taufte ihn &#8220;Jay and Silent Bob&#8217;s Secret Stash&#8221;. Fünfzehn Jahre später berichtet die Doku-Soap &#8220;Comic Book Men&#8221; über die absurden Erlebnisse des Verkäufer-Teams.</strong></p>
<p>&#8220;Comic Book Men&#8221; führt das Konzept von Kevin Smiths erstem Independent Erfolg &#8220;Clerks&#8221; seiner logischen Konsequenz zu: Eine Doku-Soap über das Leben von Ladenhütern. Und was läge für den Filmemacher, der sich auch schon in seinen Filmen immer zu Comics bekannte (Ben Affleck und Jason Lee spielten Comiczeichner in &#8220;Chasing Amy&#8221;, eine Miniserie diente als Prolog von &#8220;Dogma&#8221;, er verkaufte seine eigene Comicsammlung, um &#8220;Clerks&#8221; zu finanzieren und schrieb für etliche Marvel Superhelden Serien), näher, als die Serie in seinem eigenen Comic Shop spielen zu lassen. Seine alten Freunde Walt Flanagan und Bryan Johnson, die kurze Gastauftritte in den Filmen hatten, werden gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Mike und Ming bei ihrem täglichen Umgang mit oftmals eigenartigen Kunden begleitet.</p>
<div id="attachment_1573" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Secret-Stash.jpg" rel="lightbox[1571]"><img class="size-full wp-image-1573" title="Secret Stash © urbanshoregirl/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Secret-Stash.jpg" alt="Secret Stash © urbanshoregirl/Flickr" width="500" height="375" /></a><p class="wp-caption-text">Comic Shop Doku: Comic Book Men im Jay and Silent Bob&#39;s Secret Stash © urbanshoregirl/Flickr</p></div>
<h3>Doku-Reality-Soap: Comic Book Men von Kevin Smith</h3>
<p><span id="more-1571"></span>Sechs Folgen sind bislang von der Doku-Realit-Soap &#8220;Comic Book Men&#8221; ausgestrahlt worden. Hierin erlebt man nicht nur, wie der &#8220;Secret Stash&#8221; <a title="Seite des Comicladens" href="http://www.redbankstash.com/" target="_blank">Comicladen</a> seine Kunden mit den neuesten Heften von Marvel, DC oder Image versorgt, sondern auch, wie immer wieder Comicsammler den Wert ihrer Schätze feststellen lassen wollen. Mit geübten Blick für aktuelle Preise, Hintergrundgeschichten zu Comicheften, Poster, Actionfiguren oder in einer Folge sogar einem Original-Lichtschwert aus &#8220;Star Wars&#8221; ist man live bei den Verkaufsgesprächen dabei. Manchmal fragt man sich zwar, ob in dem Comic Shop nur Dinge angekauft werden (Verkäufe bekommt man selten mit), aber die Bravour mit der um Preise gehandelt wird, die freundlichen Sticheleien zwischen den Angestellten und das Pop-Kultur-Wissen, das vermittelt wird, gleichen diesen leichten, logischen Fehler wieder aus.</p>
<p>Besonders für regelmäßige Kunden in Comic Shops dürfte die Reality-Doku, die von einem abgefilmten Podcast begleitet wird, neue Einblicke liefern: Nicht nur, dass offenkundig weltweit auftretende Typen von Comiclesern vorgestellt werden, auch der oftmals unterschätzte Unterschied zwischen dem Wert eines Comics, wie er in einer Preisliste auftaucht, was ein Comicladen dafür ausgeben kann und wie hoch der Wiederverkaufswert ist, wird deutlich herausgearbeitet.</p>
<p><object width="425" height="344" type="application/x-shockwave-flash" data="http://www.youtube.com/v/xwWqM5i03qg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0"><param name="movie"  value="http://www.youtube.com/v/xwWqM5i03qg&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param></object></p>
<h3>Comic Shop als TV Serien Schauplatz: Jay and Silent Bob&#8217;s Secret Stash in New Jersey</h3>
<p>&#8220;This job would be great if it wasn&#8217;t for the customers&#8221; lässt Kevin Smith seine Figur Randal weise formulieren und diese Sichtweise spiegelt sich nur wenig modifiziert auch in &#8220;Comic Book Men&#8221; wieder: Zugegeben, Walt und die anderen Verkäufer in &#8220;Jay and Silent Bob&#8217;s Secret Stash&#8221; sind weder Slacker wie Randal noch so neurotisch wie Dante oder arbeitsscheu wie die beiden Hauptfiguren aus Clerks, doch die oftmals verwunderte Sicht auf die sicherlich wunderlichen Kunden wird kaum verholen dargestellt &#8211; und dabei werden wie beim &#8220;Comic Book Guy&#8221; aus &#8220;<a title="Mehr zu den Simpsons bei Aicomic" href="/die-simpsons-der-comic" target="_blank">Die Simpsons</a>&#8221; eben auch Comic-Klischees mit Gusto bedient von eben jenen, die das Medium und die Szene so sehr lieben, dass sie als Ladenhüter, Zeichner und Autoren in diesem Feld arbeiten.</p>
<p>Ob diese typische Perspektive auf die vermeintlichen Freaks, die einen Comic Shop angeblich bevölkern, ausschließlich auf dem Mist des Pay-TV Senders AMC (der im übrigen auch die <a title="Comic-Verfilmungen bei Aicomic" href="/comic-verfilmungen-die-geschichte-der-kino-adaptionen" target="_blank">Comic-Verfilmung</a> &#8220;The Walking Dead&#8221; produziert) gewachsen ist, oder ob dies auch dem selbstironischen und zunehmend etwas zynischen Humor von Kevin Smith geschuldet werden kann, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen.</p>
<p>Und dennoch ist &#8220;Comic Book Men&#8221; nicht nur eine der witzigsten und interessantesten Doku-Soaps, die sich derzeit tummeln, sondern liefert für Comicfreunde, Kevin Smith Fans und auch all jene, die mit beiden Aspekten bislang noch gar nichts anfangen konnten gute Einblicke in das Leben echter &#8220;Clerks&#8221;. Gerade diese Mischung aus Anspruch für Comicleser und genügend Ansprache für Nichtleser machen die AMC-Serie zu einem der aktuellen Highlights im amerikanischen Fernsehen.</p>
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		<title>Publishing: Ein eigenes Comic drucken lassen &#8211; wie macht man das?</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 10:31:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Publishing]]></category>
		<category><![CDATA[Comics drucken]]></category>
		<category><![CDATA[Copy Shop]]></category>
		<category><![CDATA[Druckerei]]></category>
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		<category><![CDATA[Selfpublishing]]></category>

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		<description><![CDATA[Viele angehende ComiczeichnerInnen brennen darauf, ihre Werke auch gedruckt zu sehen &#8211; kein Wunder, denn Kunst ohne Öffentlichkeit ist meistens reiner Selbstzweck und oftmals unbefriedigend. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, sein eigenes Comic drucken zu lassen. Bei Signierterminen und Comicmessen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele angehende ComiczeichnerInnen brennen darauf, ihre Werke auch gedruckt zu sehen &#8211; kein Wunder, denn Kunst ohne Öffentlichkeit ist meistens reiner Selbstzweck und oftmals unbefriedigend. Dabei gibt es einige Möglichkeiten, sein eigenes Comic drucken zu lassen.</strong></p>
<div id="attachment_1567" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Selfpublishing.jpg" rel="lightbox[1559]"><img class="size-full wp-image-1567" title="Selfpublishing © brionv/Aicomic" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Selfpublishing.jpg" alt="Selfpublishing © brionv/Aicomic" width="250" height="335" /></a><p class="wp-caption-text">Eine der Varianten beim Selfpublishing © brionv/Aicomic</p></div>
<p>Bei Signierterminen und Comicmessen wird einem immer wieder die bange Frage gestellt, wie man denn Comiczeichner wird und wie man seine Geschichten drucken lassen kann. Per Definition ist man ComiczeichnerIn, wenn man, nun ja, eben Comics zeichnet und zwar unabhängig davon, ob man die <a title="Comics veröffentlichen bei Aicomic" href="/publishing-teil-1-comics-veroffentlichen" target="_blank">Comics veröffentlichen</a> kann oder nicht. Aber natürlich arbeitet man ja nicht unbedingt für die Schublade oder das stille Kämmerlein, sondern möchte, dass auch Leser außerhalb der Familie und des Freundeskreises die Storys zu sehen bekommen, und da bietet sich die Bewerbung bei einem Verlag an, der den Druck und die Vermarktung übernimmt. Doch sollte dies nicht gelingen, können Mangaka und Comicschaffende mittlerweile auf etliche, durchaus professionelle Optionen im Bereich des Selfpublishing zurückgreifen.</p>
<h3>Selfpublishing: Comics selber drucken</h3>
<p><span id="more-1559"></span>Der Schritt, seine eigenen Comics zu drucken, fällt den meisten nicht leicht, die damit nicht nur den Wunsch, ein eigenes Heft in den Händen zu halten, befriedigen wollen, sondern damit auch auf professioneller Ebene Geld verdienen möchten. Denn oftmals denkt man beim Selfpublishing an über den Kopierer gezogene Fanzines oder undergroundiges Material, das lediglich eine sehr überschaubare Zielgruppe anspricht, die eine erstaunliche Schnittmenge mit den eben erwähnten Freunden und Verwandten bildet.</p>
<p><strong>Variante 1 &#8211; Fotokopien und Copy-Shop Ausdrucke:</strong> Selbst, wenn nur die Kopierer-Variante möglich ist, so ist heute der qualitative Ausstoß deutlich professioneller, als er es noch vor einigen Jahren war &#8211; und bezahlbarer. Bei einigen Copy Shops kann man Farbausdrucke in A3 schon für einen Betrag von unter einem Euro machen lassen, was ein A4-Heft, das man auf ein gewünschtes Format schneidet, schon beinahe erschwinglich macht. Papier- und Druckqualität sind zumindest für eine kleine Auflage völlig in Ordnung und mit einem entsprechenden Coverpreis sollte sich so etwas auch verkaufen lassen.</p>
<p><strong>Variante 2 &#8211; Flyerdruck und Online Digitaldruck:</strong> Wenn man keinen übersteigerten Wert auf ein festes Format legt (amerikanische Comics, franko-belgische Alben, Manga oder das geläufige deutsche Format) oder die Weiterverarbeitung unwesentlich ist (Rückstich oder Klebebindung), dann gibt es recht häufig gute Angebote von Digitaldruckereien. Im A5 Format etwa oder auf Postkartengröße lassen sich schnell gute Broschüren herstellen, deren Gesamtkosten überschaubar bleiben. Die Produktionsgeschwindigkeit ist hoch und die Stückzahlen im realistischen Rahmen (meistens um 250 Stück, wobei auch kleinere und größere Auflagen möglich sind).</p>
<p><strong>Variante 3 &#8211; Print on Demand:</strong> Wie im Buchbereich, haben sich auch für Comics und Manga einige Druckereien darauf spezialisiert, kleine Auflagen in voreingestellten Formaten zu produzieren. Der Vorteil dieser Variante liegt auf der Hand: Man kann nur so viele Comics drucken, wie man auch benötigt und später nachdrucken lassen, während die Qualität auf Spitzenniveau bleibt. Allerdings wird das einzelne Heft/Buch/Album beim <a title="Seite der Druckerei" href="http://ka-blam.com/printing/front/" target="_blank">Print on Demand</a> deutlich teurer als bei größeren Auflagen und auch an Versand und Zoll sollte man denken, wenn man zum Beispiel bei Ka-Blam oder Comixpress, Lulu oder BOD seine Comics in Auftrag gibt.</p>
<p><strong>Variante 4 &#8211; Druckereien: </strong>Wer der Meinung ist, gleich mit gewaltigen Auflagen arbeiten zu wollen, kann sich genau wie ein Verlag auch an große Druckereien wenden. Besonders die osteuropäischen Druckwerke bieten hervorragende Qualität zu verhältnismäßig geringen Preisen an &#8211; aber als einzelne/r ComiczeichnerIn muss man sich zum einen bewusst sein, dass man auf einen Schlag viel Geld auf den Tisch legen muss (während die Stückpreise gering sind) und zum anderen, dass man den Keller oder die Kammer mit vielen hundert Comics vollgestellt hat, die man vermutlich auf absehbare Zeit nicht in dieser Menge los wird, ganz abgesehen davon, dass auch die <a title="Druck bei Aicomic" href="/publishing-teil-2-vorbereitungen-fur-den-druck" target="_blank">Vorbereitungen für den Druck</a> etwas anspruchsvoller sind, als sie es beim Copy Shop oder beim Print on Demand sind.</p>
<p><strong>Variante 5 &#8211; selber drucken:</strong> Natürlich gibt es auch immer die Möglichkeit, relativ einfach, selber zu Hause seine Comics zu drucken. Hierbei könnte der finanzielle Aufwand für gutes Equipment am Anfang allerdings sehr hoch sein. Man benötigt einen ziemlich guten Drucker, am besten einen, der auch A3 drucken kann und vielleicht sogar ein Laserprinter ist (wenn man es sich leisten kann), sowie gutes Papier, das nicht zu holzig ist und nicht zu glatt (wenn man auf glossy Fotopapier drucken möchte, darf man auch etliche Euros pro Blatt einrechnen) und auch einige Druckerpatronen, denn besonders im Farbcomic verbrauchen sie sich schnell. Dazu sollte man sich eine gute und große Schneidemaschine besorgen und ein Heftgerät, in das auch größere Formate passen (damit die fertigen Hefte nicht geknickt oder an falschen Stellen geheftet werden). Nun benötigt man nur noch genügend Zeit, um die Daten auszudrucken, die Hefte zu falten, zu schneiden und zu tackern. Möchte man ein Buch produzieren, vielleicht sogar als Hardcover, braucht man noch eine Presse, Leim und ein bisschen Übung.</p>
<h3>Drucken, Verkauf und Vertrieb von eigenen Comics</h3>
<p>Das bei einer der genannten Varianten ein gutes und professionelles eigenes Comic entsteht, ist mehr als wahrscheinlich &#8211; die auch in Deutschland florierenden Dojinshis (der japanische Begriff bezeichnet Comics, die von Amateuren hergestellt und auch auf Messen verkauft werden) beweisen häufig die Qualität der Druckerzeugnisse ebenso wie das Talent der ZeichnerInnen.</p>
<p>Neben dem Druck ist aber natürlich auch der Vertrieb/Verkauf ein wichtiger Aspekt beim Selfpublishing. Leider ist es in Deutschland relativ schwer, eigene Independent-Produktionen breitflächig anzubieten, doch haben sich besonders im Manga-Bereich viele Conventions, Fantreffen und Börsen etabliert, die in den meisten Fällen auch neuen Talenten ein Podium bieten. Des Weiteren sollte man auch die Medien zu nutzen wissen, sich eine Community auf Facebook, DeviantArt oder Animexx aufbauen &#8211; denn auch hier kann man anderen seine Geschichten zeigen, muss sie nicht sofort drucken und kann quasi &#8220;Vorbestellungen&#8221; einsammeln, um dann später genau zu wissen, welche Auflage &#8211; und damit, welche der vorgestellten fünf Varianten beim Comic drucken &#8211; benötigt wird.</p>
<p>In diesem Sinne: Viel Spaß beim publizieren!</p>
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		<title>Jean Giraud &#8211; einer der Besten: Zum Tod von Moebius</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 09:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte der Comics]]></category>
		<category><![CDATA[Zeichner]]></category>
		<category><![CDATA[Arzach]]></category>
		<category><![CDATA[Blueberry]]></category>
		<category><![CDATA[Incal]]></category>
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		<category><![CDATA[Schwermetall]]></category>

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		<description><![CDATA[Unter seinem Pseudonym Moebius stand Jean Giraud für die ewige Wandelbarkeit des Mediums Comic, für Experimente und große Erzählkunst. Seine Werke im Science Fiction Bereich und im Western waren stilprägend für Generationen von Comiczeichnern und -lesern. Mit nur 73 Jahren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Unter seinem Pseudonym Moebius stand Jean Giraud für die ewige Wandelbarkeit des Mediums Comic, für Experimente und große Erzählkunst. Seine Werke im Science Fiction Bereich und im Western waren stilprägend für Generationen von Comiczeichnern und -lesern. Mit nur 73 Jahren verstarb der französische Künstler.</strong></p>
<p>An der Arbeit von Jean Giraud dürfte wohl kein Comicleser der 70er und 80er vorbeigekommen sein: Als Moebius schuf er &#8220;John Difool&#8221; und setzte dem &#8220;Silver Surfer&#8221; von Marvel seinen unverwechselbaren Stempel auf.  Unter seinem gebürtigen Namen wurde die Reihe um &#8220;Blueberry&#8221; zum Aushängeschild für Westerncomics schlechthin und gemeinsam mit seinen Kollegen Philippe Druillet, Jean-Pierre Dionnet und Bernard Farkas wurde &#8220;Métal Hurlant&#8221; (&#8220;Schwermetall&#8221; in Deutschland, &#8220;Heavy Metal&#8221; im englischsprachigen Raum) ins Leben gerufen. Seine Designs wurden in Filmen wie &#8220;Alien&#8221; verwendet und einem ersten Versuch an &#8220;Dune &#8211; der Wüstenplanet&#8221;.</p>
<div id="attachment_1550" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Jean-Giraud-Moebius.jpg" rel="lightbox[1546]"><img class="size-full wp-image-1550" title="Jean Giraud Moebius © biscator's/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Jean-Giraud-Moebius.jpg" alt="Jean Giraud Moebius © biscator's/Flickr" width="500" height="250" /></a><p class="wp-caption-text">Jean Giraud alias Moebius: Einer der einflussreichsten und besten Comiczeichner Frankreichs © biscator&#39;s/Flickr</p></div>
<h3>Jean Giraud gestorben: eine franko-belgische Comiclegende</h3>
<p><span id="more-1546"></span>Kaum ein Comiczeichner war so stilsicher im Umgang mit seinen eigenen Inkarnationen: Als &#8220;Moebius&#8221; pflegte der in Nogent-sur-Marne bei Paris geborene Dessinateur einen ikonographischen Strich und eine Erzählstruktur, die ins psychedelisch-unterbewusst-skurrile spielte, während &#8220;Jean Giraud&#8221; für seine stilprägenden, realistischen und bis ins Detail ausgearbeiteten Bilder stand. Legt man Moebius&#8217; &#8220;Die hermetische Garage&#8221; (basierend und in Anlehnung an die Jerry Cornelius Geschichten von Michael Moorcock) neben Jean Girauds &#8220;Das Gespenst mit den goldenen Kugeln&#8221; aus der Leutnant Blueberry Reihe, so kann man kaum glauben, die Arbeit des gleichen Zeichners/Autoren zu sehen.</p>
<div id="attachment_1551" class="wp-caption alignleft" style="width: 260px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Blueberry.jpg" rel="lightbox[1546]"><img class="size-full wp-image-1551" title="Blueberry © VIVACALA/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Blueberry.jpg" alt="Blueberry © VIVACALA/Flickr" width="250" height="334" /></a><p class="wp-caption-text">Comic-Ausstellung: Eine Seite aus Blueberry © VIVACALA/Flickr</p></div>
<p>Mit seiner Figur des Mike Steve Blueberry hat Giraud schon in den 60ern für Furore gesorgt: Fernab der klassischen Westernstorys waren seine Comics geprägt von der Nouvelle Vague im französischen Kino (Blueberry selbst erinnerte damals an Jean-Paul Belmondo, während er sich später optisch eher an Charles Bronson orientierte) und seine mehrbändigen Geschichten schilderten keine weltbewegenden Geschehnisse, eher kleine Abenteuer eines bewegten Lebens. Und so durfte Blueberry auch im Laufe der Comicalben altern und mehrere Stationen durchleben: Mittlerweile gibt es 52 Alben mit dieser Figur und 2004 wurde eine Filmversion mit Vincent Cassel und Michael Madsen geschaffen.</p>
<div id="attachment_1552" class="wp-caption alignright" style="width: 260px"><a href="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Arzach.jpg" rel="lightbox[1546]"><img class="size-full wp-image-1552" title="Arzach © VIVACALA/Flickr" src="http://www.aicomic.com/wp-content/uploads/2012/03/Arzach.jpg" alt="Arzach © VIVACALA/Flickr" width="250" height="333" /></a><p class="wp-caption-text">Arzach in einer Comicausstellung © VIVACALA/Flickr</p></div>
<p>Mehr noch als seine Werke als Jean Giraud haben jedoch die Welten des Moebius das Comicmedium und das Science Fiction Genre geprägt: &#8220;Arzach&#8221; aus dem Jahr 1975 und &#8220;The Long Tomorrow&#8221; (1975-77, Text: Dan O&#8217;Bannon) werden von Regisseuren wie Ridley Scott (beim &#8220;Blade Runner&#8221;), Autoren wie William Gibson (&#8220;Neuromancer&#8221;) und selbst Manga-Künstlern wie Hayao Miyazaki (&#8220;Nausicaä&#8221; und &#8220;Prinzessin Mononoke&#8221;) und Katsuhiro Otomo (&#8220;Akira&#8221;) als überragend einflussreich auf die Entwicklung des Cyberpunk angesehen. Gemeinsam mit Alejandro Jodorowsky entwickelte er später den Incal-Zyklus um den Detektiv John Difool, der wiederum auf Autoren und Zeichner von Dave Gibbons und Matt Wagner über Darick Robertson und Travis Charest bis zu Zoran Janjetov (der dann auch an einer Fortsetzung arbeitete, sowie den &#8220;Metabaronen&#8221; und den&#8221; Techno-Vätern&#8221; von Jodorowsky) deutlichen Einfluss hatte.</p>
<h3>Filmdesigns und Storyboards: Die vielen Seiten von Moebius</h3>
<p>Mit etlichen Harvey- und Eisner-Awards ausgezeichne, sowie dem Grand Prix in Angoulême  und dem Max &amp; Moritz Preis beim Comicsalon Erlangen, war Girauds  Ruhm weit über die Grenzen des franko-belgischen Comics bekannt. So hat Moebius auch bei vielen Filmen Designs und Storyboards beigesteuert &#8211; James Camerons &#8220;Abyss&#8221; etwa, &#8220;Tron&#8221; und &#8221; Das fünfte Element&#8221; von Luc Besson &#8211; und an Computerspielen mitgearbeitet, während sein ureigenes Medium Comic ihn jedoch nie losließ.</p>
<p>Trotz eines langen Krebsleidens war Moebius&#8217; Arbeitswillen ungebrochen: 2007 erschien noch einmal ein Blueberry-Band von Giraud und 2008 und  2011 widmete Moebius sich noch einmal Major Grubert aus der &#8220;luftdichten  Garage&#8221;, weitere seiner älteren Geschichten wurden neu zusammengestellt und ergänzt. Am 10. März 2012 verstarb Jean Giraud alias Moebius in Paris im Alter von 73 Jahren.</p>
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		<title>Comicfiguren anonym: &#8220;Tellos&#8221; von Mike Wieringo und Todd DeZago</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 09:29:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Comics]]></category>
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		<description><![CDATA[Manche unbekannten Comics sind so anonym, dass sie trotz einiges Wirbels um sie zu Beginn der Serie nunmehr selbst im Ursprungsland nicht mehr wahrgenommen werden. &#8220;Tellos&#8221; des Autors Todd DeZago und des Zeichners Mike Wieringo ist ein Beispiel hierfür. 1999: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manche unbekannten Comics sind so anonym, dass sie trotz einiges Wirbels um sie zu Beginn der Serie nunmehr selbst im Ursprungsland nicht mehr wahrgenommen werden. &#8220;Tellos&#8221; des Autors Todd DeZago und des Zeichners Mike Wieringo ist ein Beispiel hierfür.</strong></p>
<p>1999: J. Scott Campbell hat mit &#8220;Danger Girl&#8221; einen der größten Hits der letzten Jahre des ausgehenden Jahrtausends geschaffen. Joe Madureira mit &#8220;Battle Chasers&#8221; und Humberto Ramos mit &#8220;Crimson&#8221; haben mit dem Sublabel &#8220;Cliffhanger&#8221; noch weiter dafür gesorgt, dass ein cartooniger und trotzdem realistischer Stil, der seine Wurzeln gleichermaßen im amerikanischen Superhelden-Comic als auch im Manga hatte, einem breiteren Publikum bewußt wurde. <a title="Zeichner bei Aicomic" href="/category/zeichner" target="_blank">Zeichner</a> Mike Wieringo, der schon seit vielen Jahren in einer ähnlichen Richtung arbeitete, seine Zeit jedoch vor allem damit fristete, uninteressant gewordene Superhelden aufzupolieren und zu neuem Ruhm zu führen (man denke an seinen &#8220;Roten Blitz&#8221;), tat sich mit Autor Todd DeZago zusammen, um ebenfalls aus der Lohnsklaverei bei den großen Verlagen mit einer eigenen Serie bei Image Comics zu entkommen. &#8220;Tellos&#8221; war die innovative, spannend-spaßige Fantasy-Reihe, die bei diesen Bemühungen entstand &#8211; auch wenn ihr nicht der gleiche bleibende Erfolg beschert sein sollte, wie bei den Kollegen des &#8220;Cliffhanger&#8221;-Labels.</p>
<h3>Tellos: Fantasy-Abenteuer, geschrieben von Todd DeZago</h3>
<p><span id="more-1538"></span>Nach Deutschland ist die Serie nie gekommen, ein Großteil der  Geschichten können aber in dem Band &#8220;Tellos: Colossal, Volume 1&#8243; gelesen  werden. Der junge Jarek befindet sich mit Koj, halb Mensch, halb Tiger, auf der langen Reise, um dessen Heimat zu finden, als sie von der Piratin Serra aufgegriffen werden. Diese hat ein Amulett in ihrem Besitz, dessen magische Kräfte von Jarek aus Versehen freigesetzt werden &#8211; und die Aufmerksamkeit des bösen und verrückten Zauberers Malesur auf die drei lenken.</p>
<p>Zu den Gefährten stoßen im Verlauf der Reihe auch ein diebischer Fuchs namens Rikk und dessen Kompagnon Hawke, sowie ein Drache mit dem Namen Brad und ein Dschinn, der Jarek im Kampf beschützt. Gemeinsam ziehen sie nun durch die Fantasy-Welt von Tellos, um das Geheimnis um Jareks Herkunft zu lüften und den Angriffen des Zauberers zu entgehen. Dabei reisen sie zu exotischen Orten, wie etwa einer fliegenden Stadt und magischen Wäldern.</p>
<p>Ein Kritikpunkt an der bunten Fantasy Serie mag sein, dass sich viele der Konzepte wie ein typisches Rollenspiel lesen mit versprengten Versatzstücken aus Zeichentrickserien der 80er (&#8220;Thundercats&#8221; oder &#8220;Masters of the Universe&#8221; etwa). Doch zumindest steht bei DeZago und Wieringo (mit der Unterschrift &#8216;Ringo) zu jeder Zeit der Spaß im Vordergrund und so ist es die vielleicht kaum tiefgründige, aber immer actionreiche (und dabei recht komplex verknüpfte) Story, gepaart mit den klaren Zeichnungen und einer interessanten graphischen Aufarbeitung, die für ein Comicabenteuer sorgt, das einen Zeichner auf der Höhe seiner Arbeit zeigt und die mit der Leidenschaft des Neuen und Eigenen erzählt wird.</p>
<h3>Mike Wieringo: der verstorbene Zeichner der Comicreihe</h3>
<p>Heute ziemlich <a title="weitere anonymen Comicfiguren" href="/comicfiguren-anonym-echo-von-terry-moore" target="_blank">anonym</a>, war &#8220;Tellos&#8221; durchaus eine Zeit lang in aller Munde: Die ikonografischen Charaktere &#8211; unter anderen eine schöne Piratin und ein edler Tiger-Mensch &#8211; waren auf Postern und Magazin-Covern zu finden, exklusive Figuren und Büsten wurden hergestellt. Doch heute ist all dies so gut wie vergessen &#8211; letztlich wurden zwischen 1999 und 2001 lediglich 10 reguläre Hefte produziert, drei Specials, drei One-Shots und eine dreiteilige Miniserie. Mike Wieringo übernahm die &#8220;Adventures of Superman&#8221; und die &#8220;Fantastic Four&#8221;, später auch einige Spider-Man-Ausgaben &#8211; Tellos jedoch ließ ihn nicht los.</p>
<p>Am 12. August 2007 verstarb Mike Wieringo im Alter von 44 Jahren. Sein <a title="Der Blog des Zeichners" href="http://www.mikewieringo.com/" target="_blank">letzter Eintrag auf seinem Blog</a> vom 10. August zeigt Jarek mit gezücktem Schwert und auch Koj hatte kurz zuvor einen letzten Auftritt im Skizzenbuch des viel zu früh verstorbenen Zeichners.</p>
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