Geschichte der Comics

Comic-Verfilmungen sind beinahe so alt wie die beiden Medien selbst: Als Film und sequentielle Kunst noch in ihren jeweiligen Frühphasen ihre Möglichkeiten ausloteten, machten sich bereits die ersten Schnittstellen bemerkbar. Und auch, wenn beide auf völlig unterschiedliche Weise erzählen, sind doch Adaptionen in beide Richtungen ein immer wiederkehrendes Thema.

Kino-Adaptionen von Comics, gute wie schlechte, gelungene wie missratene, finden sich in allen Jahrzehnten seit der Erfindung der Kamera und der Etablierung der sequentiellen Kunst: Während Comiczeichner schon früh in den Animationsbereich vordrangen (man denke an Winsor McCays („Little Nemo in Slumberland“) „Gertie the Dinosaur“ von 1914), haben sich auch Filmemacher ebenso bald mit den Möglichkeiten von Adaptionen im Zeichentrick und Realfilm beschäftigt. Gezeichnete Versionen sollen bei der Geschichte der Comic-Verfilmungen hier einmal außen vor gelassen werden, da sie anderen Maßstäben folgen und gerade auf dem japanischen Markt oftmals Hand in Hand miteinander gehen, wodurch es zu einer schier unüberschaubaren Menge kommt.

Kinosaal © schoschie/Flickr

Eine kurze Geschichte der Comic-Verfilmungen

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Etablierte Comicstile aus Amerika, Japan, Franreich und Belgien ermöglichen angehenden ZeichnerInnen eine Vielzahl von Erzählstrukturen, die der eigenen Geschichte weiterhelfen können. Der sechste Exkurs des Aicomic-Zeichenkurses stellt sie unter diesen Aspekten einmal vor.

Erzählstruktur © Daniel Gramsch/Aicomic

Jede Zeichnerin und jeder Zeichner hat den eigenen Stil, aber über die persönliche Herangehensweise hinausgehend, kann man vier verschiedene, größere „Schulen“ für Comicstile beschreiben. Das amerikanische Comic Book, die franko-belgischen Bandes Dessinées, die japanischen Manga und die Cartoon-Tradition richten sich alle nach den Storytelling Methoden und doch sind gerade in den Erzählstrukturen Unterschiede zu erkennen.

unterschiedliche Erzählstrukturen

Der Unterschied zwischen diesen Comicstilen liegt nicht im Inhalt oder im Genre – jedes Comic sollte sich inhaltlich von anderen unterscheiden und in jedem Stil kann jedes Genre angegangen werden – und auch nicht im Zeichenstil. Es ist zwar wahr, dass sich in allen vier Stilen bestimmte Merkmale etabliert haben, durch die man sehr schnell erkennen kann, womit man es zu tun hat, aber es ist ebenso wahr, dass sich die Stile gegenseitig befruchten. Ein Umhang sagt genauso wenig etwas über die Herkunft des Comics aus, wie enorm große Augen.

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Wer sich mit modernen Comics beschäftigt, wird über kurz oder lang an einem Namen nicht vorbeikommen: Will Eisner. Als Comiczeichner, Autor, Vordenker, Erfinder von „The Spirit“ und einer der ersten, die sich wissenschaftlich mit Comics auseinander gesetzt haben, gehört der Namensgeber der „Graphic Novel“ zu den ganz Großen in der Geschichte der Comics.

Will Eisner © annulla/Flickr

Will Eisner verdiente sich seit 1936 seine Sporen im damals aufstrebenden Comicgeschäft. 1940 bereits brachte er mit „The Spirit“ eine Figur heraus, die zunächst primär dem damals aktuellem Zeitgeist entsprach – ein Noir-Held mit Lone-Ranger-Maske -, die er seitdem jedoch immer weiter entwickelte und anhand derer er auch etliche seiner Erzählexperimente ausführen konnte. Denn neben seiner Tätigkeit als Zeichner war Will Eisner auch immer daran interessiert, herauszufinden, was in dem Medium Comic alles möglich ist.

Will Eisner: Sequential Art und Graphic Novel

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Ein Daily Cartoon erzählt auf wenigen Bildern jeden Tag einen Teil einer Geschichte oder präsentiert einen Witz aus dem Universum der jeweiligen Figuren. Ob Snoopy oder Garfield, Dork Tower oder Dennis the Menace – tägliche Comics haben in Zeitungen und im Internet Tradition.

Snoopy und Woodstock von Charles M. Schulz © -l.i.l.l.i.a.n- / Flickr

Der Daily Cartoon blickt auf eine enorme Tradition zurück und ist untrennbar mit der Geschichte der Comics verbunden: Die erste Comicfigur, die 1895 erschien, „The Yellow Kid“ von Richard F. Outcault, war zwar noch auf die Sonntagsausgabe beschränkt, doch schon bald entwickelten sich Comics, die jeden Tag auf den „Funny“-Seiten aller großen, US-amerikanischen Zeitungen erschienen. Dabei wurde selten ein Unterschied zwischen den Genres gemacht: Während wir heute Cartoons als immer auf eine Pointe innerhalb von drei Bildern ausgelegt wahrnehmen, tummelten sich auch Romanzen, Krimis und Superhelden bei den Daily Cartoons.

Comic-Tradition: Der Daily Cartoon

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Spawn wird 200 – in Heften, nicht in Jahren. Der Erfinder der Figur und Comiclegende Todd McFarlane wird für die Jubiläumsausgabe selbst einmal wieder den Bleistift schwingen. Daneben gibt es etliche Gaststars in dem 48 Seiten Special.

Spawn © starbooze/Flickr

Spawn ist eine Ausnahme-Serie in vielerlei Hinsicht: Der Held ist tot, ein Dämon, der Wegbereiter der Apokalypse und wohnt mit Odachlosen auf den Hinterhöfen New Yorks. Sein Gesicht ist völlig verbrannt. Trotzdem, oder vielleicht auch deshalb, hat sich die Figur aus der Feder von Comiclegende Todd McFarlane vom Hype bis zur Institution gemausert. Denn was als weiterer, grafisch brillanter Superheld begann, hat sich in den 200 Heften seit 1992 zu einer Serie entwickelt, die philosophisch, actionreich und kontrovers zugleich sein kann, ohne die eigene Design-Herkunft zu vergessen.

Spawn #200: Ein Comic-Meilenstein

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Als die Gorillaz 2001 zum ersten Mal auf der Bildfläche erschienen, schlugen sie bereits wie eine Bombe ein: Comicleser waren von den neuen Zeichnungen von Tank-Girl Erfinder Jamie Hewlett ebenso begeistert wie Britpop-Fans vom neuen Projekt des Blur-Frontmanns Damon Albarn.

Mit einer seltenen Grund-Coolness in Zeichenstil und auf musikalischer Ebene hat die virtuelle Band es geschafft, als Multimedia-Phänomen die Geschichte der Comics im neuen Jahrtausend maßgeblich mitzubestimmen.

Virtuelle Comicband: Die Gorillaz

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Einige Comicserien begeistern ihre Leser schon seit Jahrzehnten und ihre Charaktere sind sehr beliebt. Die meisten Comicfiguren altern nicht körperlich, aber einige wären nach menschlichen Maßstäben schon Rentner. Bestenfalls bemerkt man das Alter an einen Stilwechsel der Zeichnungen über die Jahre.

Selten sah die Comicfigur bei ihrem Debüt so aus wie heute. Gerade wegen ihrer Langlebigkeit und anhaltenden Beliebtheit zählen diese Figuren zu den Klassikern der Comicgeschichte. Zu den Bekanntesten zählen sicherlich die Figuren aus dem Disney Universum und allen voran Micky Maus und Donald Duck. (mehr …)

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