Comic-Verfilmung

Comic-Verfilmungen sind oftmals fehlgeleitet und die Gründe für ein Scheitern sind vielfältig. Nicht nur Low-Budget Produktionen, auch groß angelegte Hollywood-Streifen können mächtig daneben greifen, wenn es um die filmische Darstellung gezeichneter Geschichten geht. Und gerade bei Superhelden scheint der Griff überproportional häufig vorbei zu gehen, wie auch Teil 2 der schlechtesten Comic-Verfilmungen zeigt.

Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo © Rubenstein/Flickr

Probleme entstehen bei Comic-Verfilmungen immer dann, wenn von Seiten der Filmschaffenden weder ihrer Vorlage noch ihrem eigenen Medium getraut wird: Besonders Superhelden wurden lange Zeit für albern gehalten, die Annahmen über Comics beruhten wahlweise auf der alten „Batman“ Fernsehserie oder auf einer missgeleiteten Verbindung zwischen Comic und Cartoon. Das Publikum wird unterschätzt und eigentlich wollte man ja sowieso lieber einen Action-Film machen – dummerweise waren aber gerade die Rechte ein einer obskuren Comicfigur frei.

Auch die dringende Besetzung des Helden/der Heldin mit einem Star – ob das nun passt oder nicht – und ein fehlendes Budget hat für manche Gurke im Bereich der Adaptionen gesorgt. Aicomic geht entsprechend in die zweite Runde der 25 schlechtesten Comic-Verfilmungen mit den Plätzen 19 bis 15.

wirklich schlechte Comic-Verfilmungen: die nächsten Plätze

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Ob Superheld oder Graphic Novel, ob Mainstream oder Independent-Produktion – Comic-Verfilmungen stehen derzeit ganz oben auf der Liste der Geschichtslieferanten für Hollywood. In der Liste der besten von ihnen nähern wir uns langsam aber sicher den höher platzierten Einträgen, wenn die Nummern 14 bis 10 behandelt werden.

Spawn © gamerscoreblog/Flickr

Die Bewertung einer Comic-Verfilmung kann immer nur so gut sein, wie die Definition der Aspekte, die gelungene oder weniger gelungene Adaptionen ausmachen. Ist es die genaue Abfolge von Plotpunkten, die sklavische Verfolgung der Story, die authentische Wiedergabe der Figuren? Oder ist es das Erfassen der Ikonografie eines Comics, eines Charakters oder eines Designs? Ist es die Erzählstruktur, die prinzipiell Comic und Film voneinander unterscheidet? Wie genau ist eine genaue Adaption überhaupt? Geht es um die gleichen Eindrücke oder sollten nicht vielmehr neue Impressionen in einem neuen Medium ergänzend wirken? Viele nicht leicht zu beantwortende Fragen und die Positionen 14 bis 10 in der Aicomic-Liste der 25 besten Comic-Verfilmungen bilden entsprechend weitere Beispiele dafür ab, wie unterschiedlich sich die Adaption zum Ausgangsmaterial verhalten kann und umgekehrt- und dass dies nichts schlechtes sein muss.

Independent und Mainstream Comic-Adaptionen

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Comic-Verfilmungen sind beinahe so alt wie die beiden Medien selbst: Als Film und sequentielle Kunst noch in ihren jeweiligen Frühphasen ihre Möglichkeiten ausloteten, machten sich bereits die ersten Schnittstellen bemerkbar. Und auch, wenn beide auf völlig unterschiedliche Weise erzählen, sind doch Adaptionen in beide Richtungen ein immer wiederkehrendes Thema.

Kino-Adaptionen von Comics, gute wie schlechte, gelungene wie missratene, finden sich in allen Jahrzehnten seit der Erfindung der Kamera und der Etablierung der sequentiellen Kunst: Während Comiczeichner schon früh in den Animationsbereich vordrangen (man denke an Winsor McCays („Little Nemo in Slumberland“) „Gertie the Dinosaur“ von 1914), haben sich auch Filmemacher ebenso bald mit den Möglichkeiten von Adaptionen im Zeichentrick und Realfilm beschäftigt. Gezeichnete Versionen sollen bei der Geschichte der Comic-Verfilmungen hier einmal außen vor gelassen werden, da sie anderen Maßstäben folgen und gerade auf dem japanischen Markt oftmals Hand in Hand miteinander gehen, wodurch es zu einer schier unüberschaubaren Menge kommt.

Kinosaal © schoschie/Flickr

Eine kurze Geschichte der Comic-Verfilmungen

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