Zeichner

In den letzten Lektionen haben wir uns angesehen, wie man den Kopf und den restlichen Körper konstruiert, Proportionen einhält und in welchen Verhältnissen welche Körperteile zueinander stehen. Bevor wir zum nächsten größeren Komplex beim Aicomic-Online-Zeichenkurs kommen, werden wir im dritten Exkurs die Wirkung der verschiedenen Positionierungen der Gesichtsmerkmale begutachten.

Gesichtsausdrücke © Daniel Gramsch/Aicomic

Gesichtsausdrücke sind für uns Comiczeichner lebenswichtig: Durch sie können wir unseren Figuren Leben einhauchen und ihnen einen Charakter geben, der über das bloße Klischee hinausgeht. Je nachdem, wie subtil man die Veränderungen im Gesicht darstellt, kann man die Comicfiguren große Emotionen oder nur kleine Gefühlsregungen durchleben lassen, die Story erweitern oder konterkarieren und Reaktionen bei den Lesern hervorrufen. Oftmals sind es nur geringfügige Änderungen und Kombinationen, die uns als Zeichner dabei helfen, die Charaktere in ihren Emotionen zu beschreiben und den Lesern helfen, diese einzuordnen.

Wesentliches Merkmal bei der Charakterisierung: Gesichtsausdrücke

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Nachdem wir uns schon angesehen haben, wie der Körper im Ganzen aufgebaut ist und uns im Einzelnen mit dem Aufbau des Gesichts auseinander gesetzt haben, beschäftigen wir uns in der siebenten Lektion beim Aicomic Zeichenkurs mit den restlichen Körperteilen – der Konstruktion von Armen, Beinen und dem Oberkörper.

Ai Girl Skizze © Daniel Gramsch/Aicomic

Man sieht seinen Mitmenschen meistens ins Gesicht und von daher ist es nicht verwunderlich, dass sich Zeichner und Zeichnerinnen mit den Gesichtszügen auch am stärksten beschäftigen. Doch mit dem Kopf können vielleicht die emotionalen Zustände der Charaktere beschrieben werden, für die Action benötigt man den restlichen Körper. Und damit die Comicfiguren nicht seltsam und unnatürlich wirken, muss man sich in einem ersten Schritt mit dem Aufbau der anderen Körperteile auseinander setzen. Im zweiten Schritt setzt man diese dann dynamisch in Szene.

Aufbau des Oberkörpers

Natürlich gibt es dicke und dünne Menschen – jene, mit eher gestauchtem Torso und solche, die einen langgestreckten Oberkörper haben. Prinzipiell liegt ihnen aber ein gleicher Aufbau zu Grunde, den wir als Comiczeichner nutzen können, um einerseits „Idealfiguren“ zu zeigen und andererseits in den Abweichungen davon, die Nebencharaktere auszubauen. Es empfiehlt sich wieder einmal, sich eingehend mit Anatomie zu beschäftigen und zu lernen, welche Muskeln wo liegen, um diese dann einigermaßen überzeugend darstellen zu können.

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Der deutsche Cartoonist Ulli Stein und sein Pinguin „Dagegen“ sind mittlerweile auch über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt. Seine Comics sind wie aus dem Leben gegriffen – aberwitzige Bilder von Hochzeiten und Geburtstagen sind in seinen Kalendern und Büchern millionenfach verkauft worden.

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Die Comics und Cartoons des deutschen Journalisten bedienen viele verschiedene Sparten von Humor: Er geht von Schwarzem Humor nach Vorbild der Briten über lustige Zeichnungen für Kinder bis zu sozialkritischen Spiegelbildern unserer Gesellschaft.

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Einen Kopf, beziehungsweise ein Gesicht zu konstruieren ist eine der wichtigsten und mitunter schwersten Aufgaben beim Comiczeichnen. In der sechsten Lektion des Online Zeichenkurses bei Aicomic sehen wir uns an, wie das menschliche Gesicht aufgebaut ist, auf welche Verhältnisse man achten muss und wie man sich bei der Konstruktion helfen kann.

Fertige Kopfkonstruktion © Daniel Gramsch/Aicomic

Punkt, Punkt, Komma, Strich – Scott McCloud stellt bereits in seinem Standardwerk für Comiczeichner „Understanding Comics“ (auf Deutsch unter dem etwas verunglückten Titel „Comics richtig lesen“ veröffentlicht) fest, dass wir Menschen eine ausgesprochen selbstbezogene Spezies sind: In allen runden Dingen, die mindestens zwei Punkte in der Mitte haben, erkennen wir ein Gesicht. Und der Autor hat auch völlig recht, denn neben Steckdosen erwähnt er auch die einfachste und ikonographischste Darstellung des Antlitzes per se – den Smiley. Wenn es aber darum geht, Erkennbarkeiten, Ähnlichkeiten und weiterführende Emotionen darzustellen, muss man bei der Konstruktion von Kopf und Gesicht auf einiges mehr achten.

Aufbau und Verhältnisse im Gesicht

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Nebencharaktere sind in allen Geschichten von großer Wichtigkeit, das ist beim Comic nicht anders: Mit ihnen wird die Welt bevölkert, sie sorgen dafür, dass die Hauptcharaktere verortet werden können. Oftmals entwickeln sie sich auch zu immer wiederkehrenden Figuren, manchmal sind sie nur für die Authentizität der Story da.

Soldier © Daniel Gramsch/Aicomic

Mit Nebencharakteren wird eine Comicgeschichte erst wirklich rund: Nur wenn die Figuren im Vordergrund andere Personen haben, mit denen sie agieren können, kann die Welt glaubhaft werden und auch die Hauptcharaktere selbst werden dadurch nachvollziehbarer. Leider kann man häufig beobachten, dass ZeichnerInnen ihr mangelndes Interesse an den Figuren im Hintergrund auch durch ihre Beschäftigung mit diesen ausdrücken – dadurch mangelt es manchmal auch an der nötigen Qualität. Man sollte um der Geschichte Willen nicht darauf verzichten, die gleiche Detailverliebtheit, die man bei den Hauptcharakteren walten lässt, auch in die Nebencharaktere fließen zu lassen.

Mit Nebencharakteren die Welt bevölkern

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Willkommen zur ersten Lektion im Online-Zeichenkurs bei Aicomic.com! Bevor wir mit dem Zeichnen richtig loslegen, werden wir uns zuerst mit dem Material beschäftigen, das wir dringend für die einzelnen Schritte brauchen. Zeichenwerkzeug ist dabei im höchsten Maße subjektiv: Jeder muss herausfinden, mit welchen Utensilien man am Besten klar kommt.

Lineale und Zirkel © Daniel Gramsch/Aicomic.com

Beim Zeichenwerkzeug kommt man aber dennoch an einigen grundlegenden Materialien nicht vorbei: Ohne Stift und Papier geht beim Comic nichts – auch wenn es nur virtuell vorhanden ist. Denn manche Zeichner haben nicht nur einzelne Abschnitte, sondern die ganze Arbeit an den Computer verlegt. Ein gutes Sortiment an Utensilien sollte man sich aber trotzdem beschaffen, wobei man auch nicht unbedingt auf bestimmte Marken oder Preise wertlegen muss: Es gibt auch hervorragende Comiczeichner, die mit einem Kugelschreiber arbeiten können.

Bleistift, Papier, Radiergummi – das wichtigste Zeichenwerkzeug

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Wer sich mit modernen Comics beschäftigt, wird über kurz oder lang an einem Namen nicht vorbeikommen: Will Eisner. Als Comiczeichner, Autor, Vordenker, Erfinder von „The Spirit“ und einer der ersten, die sich wissenschaftlich mit Comics auseinander gesetzt haben, gehört der Namensgeber der „Graphic Novel“ zu den ganz Großen in der Geschichte der Comics.

Will Eisner © annulla/Flickr

Will Eisner verdiente sich seit 1936 seine Sporen im damals aufstrebenden Comicgeschäft. 1940 bereits brachte er mit „The Spirit“ eine Figur heraus, die zunächst primär dem damals aktuellem Zeitgeist entsprach – ein Noir-Held mit Lone-Ranger-Maske -, die er seitdem jedoch immer weiter entwickelte und anhand derer er auch etliche seiner Erzählexperimente ausführen konnte. Denn neben seiner Tätigkeit als Zeichner war Will Eisner auch immer daran interessiert, herauszufinden, was in dem Medium Comic alles möglich ist.

Will Eisner: Sequential Art und Graphic Novel

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Spawn wird 200 – in Heften, nicht in Jahren. Der Erfinder der Figur und Comiclegende Todd McFarlane wird für die Jubiläumsausgabe selbst einmal wieder den Bleistift schwingen. Daneben gibt es etliche Gaststars in dem 48 Seiten Special.

Spawn © starbooze/Flickr

Spawn ist eine Ausnahme-Serie in vielerlei Hinsicht: Der Held ist tot, ein Dämon, der Wegbereiter der Apokalypse und wohnt mit Odachlosen auf den Hinterhöfen New Yorks. Sein Gesicht ist völlig verbrannt. Trotzdem, oder vielleicht auch deshalb, hat sich die Figur aus der Feder von Comiclegende Todd McFarlane vom Hype bis zur Institution gemausert. Denn was als weiterer, grafisch brillanter Superheld begann, hat sich in den 200 Heften seit 1992 zu einer Serie entwickelt, die philosophisch, actionreich und kontrovers zugleich sein kann, ohne die eigene Design-Herkunft zu vergessen.

Spawn #200: Ein Comic-Meilenstein

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Jamiri zeichnet was und wen er kennt. Am liebsten sich selbst. Und seine Frau Beate. Und all die kleinen Tücken des Alltags, mit all ihrer philosophischen, absurden, banalen und konkreten Realität. Seit 1990 ist der deutsche Comiczeichner für Unicum, Spiegel Online und mit eigenen Comicalben unterwegs.

Der Zeichner Jamiri, der eigentlich Jan-Michael Ritter heißt, ist einem enorm großen Publikum bekannt – und fast alle davon sind oder waren Studenten. Denn der intellektuelle Comicschaffende veröffentlicht seine halb-autobiografischen Geschichten seit rund zwanzig Jahren in Stadtmagazinen und vor allem dem Studentenmagazin mit der höchsten Auflage, dem Unicum. Hier erscheinen regelmäßig seine Seiten, auf denen er in wenigen Bildern die Absurdität des Alltags schildert.

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Jamiri: Hauszeichner von Unicum und bei Spiegel Online

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Oliver Vatine gehört in Frankreich schon seit vielen Jahren zur ersten Riege der Comicstars – in Deutschland ist der 1959 geborene Zeichner, Autor und Szenarist deutlich weniger bekannt.

Während seine Serie „Aquablue“ in immer neuen Hardcover-Ausgaben im franko-belgischen Bereich erscheint und seinen Erfolg begründete, kann man hierzulande diese Science-Fiction-Reihe der anderen Art nur noch als Sammler erstehen… in einer Softcover Ausgabe, die damals von Feest Comics herausgegeben wurde.

Comics von Olivier Vatine

Neben den ersten vier Bänden von „Aquablue“ ist es vor allem seine Adaption der „Thrawn-Trilogie“ aus dem Star-Wars-Universum, die auch in Deutschland eine größere Verbreitung fand: Basierend auf den Romanen von Timothy Zahn und dem Skript von Mike Baron schaffte es Vatine hiermit, eine der beliebtesten Fortsetzungen der Sci-Fi-Saga auf eigene Weise und doch mit Wiedererkennungswert zu erzählen. Anders als seine Vorgänger im Genre legte er dabei mehr Wert auf einen Comicstil, der sich ohne hyperrealistisch zu sein, doch an den bekannten Schauspielern orientierte.

Vatine hat neben seinen eigenen Büchern auch die Storyboards für viele andere Zeichner angefertigt, wie sein 2009 bei Delcourt erschienenes „Le Petit Livre rouge du storyboard“ belegt. Als Herausgeber und Redakteur des „Comix Buro“ ist er auch für einige der spannendsten Sketchbook-Publikationen der letzten Jahre zuständig.

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