Januar 2011

Wer sein eigenes Comic gestalten möchte, braucht zunächst eine gute Idee. Da in unserem Medium prinzipiell alles möglich ist, können sich auch die Ideen, gerade bei der Figurenentwicklung, in jedem gewünschten Rahmen bewegen.

Space Girl © Daniel Gramsch/Aicomic

Der Figurenentwicklung bei Comiccharakteren steht alles offen: Sei es ein bestimmtes Genre, bestimmte Typen, Designelemente, das Setting oder ein Zeichenstil – es gibt keinen Grund, warum man sich beim Comics zeichnen in irgendeiner Form beschränken sollte. Man kann aus dem reichhaltigen Schatz der Genres der Literatur oder von Filmen, von Geschichte oder Psychologie schöpfen und daraus die eigenen Geschichten kreieren.

Figurenentwicklung: Wehret den Anfängen

Ein Zeichner ist in aller erster Linie ein Geschichtenerzähler – seien es einfache Storys völlig geradeaus präsentiert oder verschachtelte und tiefgreifende Erzählungen. Und das gilt auch für den Underground oder bei Kunstcomics, wenn sicherlich auch in anderem Rahmen als bei Superhelden-Geschichten oder einem Manga-Epos.

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Ein Lichttisch ist für Comiczeichner eine der praktischsten Hilfsmittel: Mit ihm kann man komplexe Formen übertragen, seine Skizzen ausarbeiten, ohne sie zu verlieren und Tuschezeichnungen anfertigen, während man die ursprünglichen Bleistiftstriche behält. Wie sinnvoll eine Anschaffung auch sein mag, so teuer ist sie auch – aber mit einigen wenigen Schritten kann man sich leicht einen Lichttisch selber bauen.

Vierkanthölzer © Daniel Gramsch/Aicomic.com

Um einen Lichttisch selber bauen zu können, benötigt man ein paar preiswerte Materialien aus dem Baumarkt, relativ genaue Abmessungen und ein ganz klein wenig handwerkliches Geschick. Da die Einzelteile aber selten wirklich teuer sind – im Gegensatz zu einem gekauften Lichttisch – muss man sich keine Sorgen machen, falls man beim ersten Versuch keinen Erfolg hat. Die folgende Bauanleitung für einen Lichttisch ist übrigens nur eine der vielen Möglichkeiten, um in den Genuss einer solchen Zeichenhilfe zu kommen: Viele Zeichner stellen sich einfach eine Lampe unter einen Glastisch oder halten ihre Blätter an ein Fenster, um den gleichen Effekt zu bekommen.

Lichttisch: Funktionsweise und Aufbau

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Willkommen zur ersten Lektion im Online-Zeichenkurs bei Aicomic.com! Bevor wir mit dem Zeichnen richtig loslegen, werden wir uns zuerst mit dem Material beschäftigen, das wir dringend für die einzelnen Schritte brauchen. Zeichenwerkzeug ist dabei im höchsten Maße subjektiv: Jeder muss herausfinden, mit welchen Utensilien man am Besten klar kommt.

Lineale und Zirkel © Daniel Gramsch/Aicomic.com

Beim Zeichenwerkzeug kommt man aber dennoch an einigen grundlegenden Materialien nicht vorbei: Ohne Stift und Papier geht beim Comic nichts – auch wenn es nur virtuell vorhanden ist. Denn manche Zeichner haben nicht nur einzelne Abschnitte, sondern die ganze Arbeit an den Computer verlegt. Ein gutes Sortiment an Utensilien sollte man sich aber trotzdem beschaffen, wobei man auch nicht unbedingt auf bestimmte Marken oder Preise wertlegen muss: Es gibt auch hervorragende Comiczeichner, die mit einem Kugelschreiber arbeiten können.

Bleistift, Papier, Radiergummi – das wichtigste Zeichenwerkzeug

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Wer sich mit modernen Comics beschäftigt, wird über kurz oder lang an einem Namen nicht vorbeikommen: Will Eisner. Als Comiczeichner, Autor, Vordenker, Erfinder von „The Spirit“ und einer der ersten, die sich wissenschaftlich mit Comics auseinander gesetzt haben, gehört der Namensgeber der „Graphic Novel“ zu den ganz Großen in der Geschichte der Comics.

Will Eisner © annulla/Flickr

Will Eisner verdiente sich seit 1936 seine Sporen im damals aufstrebenden Comicgeschäft. 1940 bereits brachte er mit „The Spirit“ eine Figur heraus, die zunächst primär dem damals aktuellem Zeitgeist entsprach – ein Noir-Held mit Lone-Ranger-Maske -, die er seitdem jedoch immer weiter entwickelte und anhand derer er auch etliche seiner Erzählexperimente ausführen konnte. Denn neben seiner Tätigkeit als Zeichner war Will Eisner auch immer daran interessiert, herauszufinden, was in dem Medium Comic alles möglich ist.

Will Eisner: Sequential Art und Graphic Novel

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Aicomic.com bringt Euch ab demnächst einen umfangreichen Online-Comiczeichenkurs. Jede Woche werden die wichtigsten Begriffe, Stile und Schritte erklärt, Tipps und Tricks beim Comics zeichnen aufgezeigt und Vorgehensweisen von der Figurenentwicklung bis zur fertigen Comicseite erläutert. Alle Punkte werden dabei illustriert, damit Ihr die Erklärungen nachvollziehen könnt.

Ai-Girl © Daniel Gramsch/Aicomic

Jeder Comicleser hat schon einmal darüber nachgedacht, selbst Comics zu zeichnen. Doch aller Anfang ist schwer und die Hemmungen sind oft groß: Die weiße Seite allein schreckt davor ab, sich an eigenen Geschichten und eigenen Figuren zu versuchen, die Angst davor, kein Talent zu haben oder frustriert zu sein, wenn es nicht beim ersten Mal klappt, verhindert eigene künstlerische Betätigung schon im Ansatz.

Aber man sollte nicht verzagen: Mit Übung, Geduld und Kenntnissen in den grundlegenden Begriffen und Vorgehensweisen kann man schon bald die ersten Hürden nehmen. Die nebenstehende Figur – nennen wir sie einmal „Ai-Girl“ – wird uns dabei zur Seite stehen und durch den Onlinezeichenkurs begleiten.

Grundlagen beim Comiczeichnen

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Ein Daily Cartoon erzählt auf wenigen Bildern jeden Tag einen Teil einer Geschichte oder präsentiert einen Witz aus dem Universum der jeweiligen Figuren. Ob Snoopy oder Garfield, Dork Tower oder Dennis the Menace – tägliche Comics haben in Zeitungen und im Internet Tradition.

Snoopy und Woodstock von Charles M. Schulz © -l.i.l.l.i.a.n- / Flickr

Der Daily Cartoon blickt auf eine enorme Tradition zurück und ist untrennbar mit der Geschichte der Comics verbunden: Die erste Comicfigur, die 1895 erschien, „The Yellow Kid“ von Richard F. Outcault, war zwar noch auf die Sonntagsausgabe beschränkt, doch schon bald entwickelten sich Comics, die jeden Tag auf den „Funny“-Seiten aller großen, US-amerikanischen Zeitungen erschienen. Dabei wurde selten ein Unterschied zwischen den Genres gemacht: Während wir heute Cartoons als immer auf eine Pointe innerhalb von drei Bildern ausgelegt wahrnehmen, tummelten sich auch Romanzen, Krimis und Superhelden bei den Daily Cartoons.

Comic-Tradition: Der Daily Cartoon

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