Zeichner

Mit seiner Serie “Echo” hat Terry Moore seine Leidenschaft für Superheldencomics mit seinem Talent, persönliche Geschichten um gut ausgearbeitete Charaktere zu erzählen, verbunden. Während die 30 Hefte lange Reihe auch in Amerika weniger Aufmerksamkeit erregte, als es Moores “Strangers in Paradise” zuvor vermochte, ist sie in Deutschland bislang komplett unentdeckt geblieben.

Terry Moore © The Consortium/Flickr

Terry Moore beim Signieren auf der San Diego ComicCon 2010 © The Consortium/Flickr

Es ist schon erstaunlich, wenn ein Zeichner/Autor für eine Serie unter anderem mit dem Eisner Award ausgezeichnet wird, bei DC und Marvel einige hochkarätige Figuren übernimmt, eine treue Fangemeinde aufbaut – und dann mehr oder minder in die Vergessenheit gerät. Es ist zwar richtig, dass Terry Moores “Echo” bei der Erstveröffentlichung der ersten Ausgabe innerhalb von 24 Stunden ausverkauft war, aber dennoch hat sie deutlich weniger Bekanntheitsgrad erlangen können, als die Vorgängerserie. Aus diesem Grunde sollen die Comicfiguren aus Moores neuer Reihe bei Aicomic einmal vorgestellt werden.

Echo: Terry Moores neue Serie nach Strangers in Paradise

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Manche Comicfiguren gibt es bereits seit Ewigkeiten – und doch fristen sie ein Nischendasein: Neben einer loyalen Fanbasis sind sie weit weniger bekannt als berühmte Superhelden und werden auch selten von neuen Lesern entdeckt. Um dies zu ändern, werden in dieser neuen Aicomic-Reihe einmal hervorragende Figuren, Serien und Konzepte vorgestellt, die bislang vielleicht an vielen Comicfans zu unrecht vorbei gegangen sind. Den Anfang macht Matt Wagners “Grendel”.

Mit “Grendel” hat Matt Wagner eine jener Comicfiguren geschaffen, die sich nicht auf wenige Worte reduzieren lässt. Denn es handelt sich nicht um eine klassische Superhelden-Story, sondern um eine Jahrhunderte umspannende “Studie der Natur von Aggression”, wie der Zeichner und Autor sein Epos selbst umschreibt. Grendel ist weniger ein einzelner Charakter, als vielmehr eine Art spiritueller Entität, die Besitz von verschiedenen Personen (und später ganzen Personengruppen) ergreift, sie voran- und oftmals letztlich in den Tod treibt. Bitterböse Geschichten, die mit dem Medium Comic und seinen Erzählstrukturen spielen und die man sich nicht entgehen lassen sollte, zumal die gesamten bisherigen Grendel-Storys als Sammelbände erschienen sind.

Matt Wagner © ocean yamaha/Flickr

Zeichner Matt Wagner beim Stumptown Comics Festival 2007 - auf dem Plakat im Hintergrund links Grendel und rechts Argent © ocean yamaha/Flickr

Matt Wagners Grendel: Antiheld und König der Unterwelt

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Der Weg zum eigenen Comic führt, wie wir im Aicomic Zeichenkurs gesehen haben, über das Erlernen von Fähigkeiten, ihrer Umsetzung, Übung und Struktur. Ist man aber mit seinen Geschichten soweit, dass man sie der Welt zeigen möchte, muss man sich zwangsläufig Gedanken darüber machen, wie man Comics veröffentlichen kann.

Comic Shelf © Apreche/Flickr

Comic Shelf © Apreche/Flickr

Comics veröffentlichen ist wie auch das Zeichnen lernen ebenfalls ein langer und schwieriger Weg, zumal es gerade in Deutschland angehenden ComiczeichnerInnen nicht eben leicht gemacht wird, Fuß zu fassen oder sogar für die Arbeit angemessen bezahlt zu werden.

Daher sind viele Anfänger, durchaus aber auch Profis, immer wieder gefragt, neue Möglichkeiten zu entdecken und zu nutzen. Die quasi-Fortsetzung von unserem Aicomic-Zeichenkurs mit dem Großthema “Publishing” wird in den kommenden Wochen klassische und neue Methoden aufzeigen und das grafische, drucktechnische, kreative und kaufmännische Rüstzeug anbieten, das man als Zeichner im Comicgeschäft zur Veröffentlichung benötigt.

Publishing: Eine Bestandsaufnahme

Unter “Publishing” kann man eine Menge unterschiedlicher Ansätze verstehen, denen letztlich allen gemein ist, dass an ihrem Ende das fertige Comic einer breiteren Leserschaft zukommt. Und genau bei dieser liegt eines der größten Probleme beim veröffentlichen von Comics: Die einhellige Meinung, bei Comics würde es sich um ein Massenmedium handeln, kann bei schwindenden Verkaufszahlen und vor allem der desaströsen Situation der arg überschaubaren deutschen Szene, kaum ernsthaft aufrecht erhalten werden. (weiterlesen…)

Beim letzten Mal hatten wir uns die Vorbereitungen, das Skript und die ersten Schritte beim Erstellen einer Comicseite angesehen. In Lektion 25 des Aicomic-Zeichenkurses werden nun also die Ausarbeitungen in Form von Pencils, Inks, Coloration und Lettering behandelt und damit auch die wesentlichen Arbeitsschritte für Comiczeichner abgeschlossen.

fertige Comicseite © Daniel Gramsch/Aicomic

fertige Comicseite © Daniel Gramsch/Aicomic

Beim Lesen eines Comics fällt den meisten Lesern nicht unbedingt auf, wie viel Arbeit darin steckt: Die Technik und Erzählstruktur, das Storytelling und die Fähigkeit, Charaktere immer gleich aussehen zu lassen, sowie die subtile Kunst, Leser in die richtige Richtung zu lenken, sollten auch tatsächlich flüssig und unmerklich angewandt werden, damit der Lesefluss nicht gestört wird. Ebenso verhält es sich mit den einzelnen Arbeitsschritten beim Erstellen einer Comicseite. Die Vorbereitungsphase der Lektion 24 ist für ZeichnerInnen enorm wichtig, Leser aber sollten damit nur dann konfrontiert werden, wenn man sie in Form eines “Making ofs” oder eines Sketch- oder Artbooks präsentiert, also bereits tiefergehendes Interesse bei den Lesern vorhanden ist.

Bei den folgenden Aspekten der Ausarbeitung einer Comicseite ist es leicht anders gelagert: Leser werden bewusst oder unbewusst das Artwork, den Text und die Farbe wahrnehmen, selbst wenn die Arbeitsschritte im Ganzen im Comic erscheinen.

Erstellen einer Comicseite: Ausarbeitung und Arbeitsschritte (weiterlesen…)

Eine Comicgeschichte braucht auch eine wiedererkennbare Titelschrift: Die meisten Klassiker, von Batman über Asterix bis zu Dragonball können schon allein durch ihre ikonografischen Überschriften von anderen unterschieden werden, wozu sich meistens noch ein einprägsames Logo gesellt – Grund genug, sich selbst auch daran zu versuchen.

Überschrift © Daniel Gramsch/Aicomic

Überschrift © Daniel Gramsch/Aicomic

Ein Schriftzug, der in einem einfachen, überall zu sehenden Font gehalten ist, macht sich in der Regel ausgesprochen ungünstig aus: Er wirkt langweilig oder zu subtil, wodurch man sich nicht mit seinem Produkt von den anderen im Bücherregal absetzt. Die Wahl eines eigenen Titels hingegen macht das Comic individueller, vor allem, wenn die Überschrift schon beim ersten Blick dem Leser sagt, welches Genre in der Geschichte bedient wird oder welche Stimmung erzeugt werden soll. Der Font für Titel im Comic ist also, ebenso wie Sprechblasen oder Soundwörter, Teil des Artworks und muss entsprechend wohl überlegt sein. Unsere heutige Lektion wird daher ein paar Beispiele für mögliche (oder auch typische) Titelschriften für verschiedene Storyansätze liefern.

Titelschriften für Comicgenres

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Der zweite deutschsprachige Gratis-Comic-Tag findet am 14. Mai 2011 in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt. An diesem Tag verschenken 29 Verlage insgesamt 300.00 Comics. Viele der 44 verschiedenen Comichefte sind auch was für Kids. Erhältlich sind die Comics nur im Fachhandel.

Ob es einen Comicladen um die Ecke gibt, sollte man spätestens jetzt herausfinden, denn am 14. Mai 2011 ist Gratis-Comic-Tag. Über 150 Comichändler verschenken an diesem Tag insgesamt 300.000 Comics an ihre Besucher. Die Comics der 29 Verlage reichen dabei von frankobelgischen Abenteuern über US-Superhelden-Action bis zu deutschen Independent-Comics und mehr und spiegeln die ganze Bandbreite der deutschsprachigen Comicproduktion wider.

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Eine dynamische Illustration ist oftmals die Visitenkarte für Comiczeichner. Anatomie, Gesichtsausdrücke, perspektivische Verkürzung, Bewegung und Faltenwurf – diese Grundbegriffe sind entscheidend für ihre Entstehung.

Dynamische Illustration © Daniel Gramsch/Aicomic

Dynamische Illustration © Daniel Gramsch/Aicomic

Die dynamische Illustration gehört zur Grundausbildung des Comichandwerks. Während es zwar große Unterschiede zwischen einer hübschen Zeichnung und einer gelungenen Comicseite gibt, muss jede Zeichnerin und jeder Zeichner die Gestaltung von Pin-Ups beherrschen, um sie als Cover, bei einem Poster oder in der Werbung einsetzen zu können.

Deshalb wird der vierte Exkurs in unserer kleinen Online Zeichenschule die in den letzten Lektionen vermittelten Inhalte in den Entstehungsprozess einer dynamischen Illustration einbauen.

Entstehung einer dynamischen Illustration

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Mit derben Sprüchen und anstößigem Verhalten nehmen das Kleine Arschloch, der Großvater Alter Sack und die Anderen in Walter Moers bekanntester Comic-Reihe den Alltag auf die Schippe

Das kleine Arschloch - Walter Moers Comic © Flickr / Die Jugend

Da ist das Kleine Arschloch, dass so genannt wird, weil der Arzt bei seiner Geburt verkündete: „Es ist ein Arschloch!“. Seinem Namen entsprechend benimmt sich der Junge mit der dicken Brille auch wie selbiges und ärgert ständig die Erwachsenen.

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In den letzten Lektionen haben wir uns angesehen, wie man den Kopf und den restlichen Körper konstruiert, Proportionen einhält und in welchen Verhältnissen welche Körperteile zueinander stehen. Bevor wir zum nächsten größeren Komplex beim Aicomic-Online-Zeichenkurs kommen, werden wir im dritten Exkurs die Wirkung der verschiedenen Positionierungen der Gesichtsmerkmale begutachten.

Gesichtsausdrücke © Daniel Gramsch/Aicomic

Gesichtsausdrücke © Daniel Gramsch/Aicomic

Gesichtsausdrücke sind für uns Comiczeichner lebenswichtig: Durch sie können wir unseren Figuren Leben einhauchen und ihnen einen Charakter geben, der über das bloße Klischee hinausgeht. Je nachdem, wie subtil man die Veränderungen im Gesicht darstellt, kann man die Comicfiguren große Emotionen oder nur kleine Gefühlsregungen durchleben lassen, die Story erweitern oder konterkarieren und Reaktionen bei den Lesern hervorrufen. Oftmals sind es nur geringfügige Änderungen und Kombinationen, die uns als Zeichner dabei helfen, die Charaktere in ihren Emotionen zu beschreiben und den Lesern helfen, diese einzuordnen.

Wesentliches Merkmal bei der Charakterisierung: Gesichtsausdrücke

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Nachdem wir uns schon angesehen haben, wie der Körper im Ganzen aufgebaut ist und uns im Einzelnen mit dem Aufbau des Gesichts auseinander gesetzt haben, beschäftigen wir uns in der siebenten Lektion beim Aicomic Zeichenkurs mit den restlichen Körperteilen – der Konstruktion von Armen, Beinen und dem Oberkörper.

Ai Girl Skizze © Daniel Gramsch/Aicomic

Ai Girl Skizze © Daniel Gramsch/Aicomic

Man sieht seinen Mitmenschen meistens ins Gesicht und von daher ist es nicht verwunderlich, dass sich Zeichner und Zeichnerinnen mit den Gesichtszügen auch am stärksten beschäftigen. Doch mit dem Kopf können vielleicht die emotionalen Zustände der Charaktere beschrieben werden, für die Action benötigt man den restlichen Körper. Und damit die Comicfiguren nicht seltsam und unnatürlich wirken, muss man sich in einem ersten Schritt mit dem Aufbau der anderen Körperteile auseinander setzen. Im zweiten Schritt setzt man diese dann dynamisch in Szene.

Aufbau des Oberkörpers

Natürlich gibt es dicke und dünne Menschen – jene, mit eher gestauchtem Torso und solche, die einen langgestreckten Oberkörper haben. Prinzipiell liegt ihnen aber ein gleicher Aufbau zu Grunde, den wir als Comiczeichner nutzen können, um einerseits “Idealfiguren” zu zeigen und andererseits in den Abweichungen davon, die Nebencharaktere auszubauen. Es empfiehlt sich wieder einmal, sich eingehend mit Anatomie zu beschäftigen und zu lernen, welche Muskeln wo liegen, um diese dann einigermaßen überzeugend darstellen zu können.

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