Die Leipziger Buchmesse ist seit nunmehr 12 Jahren eine der größten Anlaufstellen für Comicleser in Deutschland. Mit besonderer Betonung auf Manga trifft sich hier die Comicszene, die Cos-Player, Verlage und ZeichnerInnen – 2012 ist hierbei keine Ausnahme.

Auf die Ansprache des Publikums ausgerichtet, ist die Leipziger Buchmesse seit jeher das zugänglichere Pendant zu der in Frankfurt – nicht zuletzt auch durch die Integration von Comics seit vielen Jahren. Ursprünglich mit der Intention, den nicht fachbezogenen Besuchern einen Mehrwert mit Schaueffekt zu bieten, wurden Anfang der 2000er Zeichnerinnen und Zeichnern kleine Tische zur Verfügung gestellt, an denen sie sich und ihre Werke präsentieren konnten. Mit dem Advent der Manga in Deutschland breitete sich das bunte Treiben in Halle 2 rasant aus, Newcomer und die besten Kostüme wurden prämiert – und die LBM wurde zu einem der ersten und größten Magneten für angehende Mangaka und CosPlayer. Doch auch die Comics und Cartoons wurden nicht vergessen.

Der Signierbereich auf der Leipziger Buchmesse © changegames/Flickr

Comics in Leipzig 2012: Signierstunden und Neuerscheinungen

(mehr …)

Mit seiner Serie „Echo“ hat Terry Moore seine Leidenschaft für Superheldencomics mit seinem Talent, persönliche Geschichten um gut ausgearbeitete Charaktere zu erzählen, verbunden. Während die 30 Hefte lange Reihe auch in Amerika weniger Aufmerksamkeit erregte, als es Moores „Strangers in Paradise“ zuvor vermochte, ist sie in Deutschland bislang komplett unentdeckt geblieben.

Terry Moore beim Signieren auf der San Diego ComicCon 2010 © The Consortium/Flickr

Es ist schon erstaunlich, wenn ein Zeichner/Autor für eine Serie unter anderem mit dem Eisner Award ausgezeichnet wird, bei DC und Marvel einige hochkarätige Figuren übernimmt, eine treue Fangemeinde aufbaut – und dann mehr oder minder in die Vergessenheit gerät. Es ist zwar richtig, dass Terry Moores „Echo“ bei der Erstveröffentlichung der ersten Ausgabe innerhalb von 24 Stunden ausverkauft war, aber dennoch hat sie deutlich weniger Bekanntheitsgrad erlangen können, als die Vorgängerserie. Aus diesem Grunde sollen die Comicfiguren aus Moores neuer Reihe bei Aicomic einmal vorgestellt werden.

Echo: Terry Moores neue Serie nach Strangers in Paradise

(mehr …)

Wer sich näher mit dem Medium Comic beschäftigen möchte, stößt schnell an Grenzen: Buchhandlungen und Bibliotheken haben nur sehr bedingt Sekundärliteratur und Bücher über Comics im Angebot, die die Hintergründe anschaulich, verständlich und mit wissenschaftlichem Anspruch erklären. Aicomic stellt daher einmal einige Standardwerke vor.

Ein Standardwerk der Comicliteratur: Scott McClouds Understanding Comics © Kim Ukura/Flickr

Das Medium Comic wurde lange Zeit nicht ganz ernst genommen und noch heute finden sich nur wenige Publikationen, die sich wissenschaftlich damit auseinander setzen – zumindest auf eine Art und Weise, mit der sowohl Comiczeichner als auch aktuelle Comicleser etwas anfangen können.

Hier und da werden vereinzelte Kapitel angeboten, die einzelne Aspekte aufgreifen und ab und an wagt sich ein Autor, Texte zusammenzustellen. Doch im Großen und Ganzen muss man sich schon sehr anstrengen und die Bibliotheken etliche Male aufsuchen, um wirklich greifbare Literatur zu finden.

Standardwerke der Comic-Sekundärliteratur

(mehr …)

Manche Comicfiguren gibt es bereits seit Ewigkeiten – und doch fristen sie ein Nischendasein: Neben einer loyalen Fanbasis sind sie weit weniger bekannt als berühmte Superhelden und werden auch selten von neuen Lesern entdeckt. Um dies zu ändern, werden in dieser neuen Aicomic-Reihe einmal hervorragende Figuren, Serien und Konzepte vorgestellt, die bislang vielleicht an vielen Comicfans zu unrecht vorbei gegangen sind. Den Anfang macht Matt Wagners „Grendel“.

Mit „Grendel“ hat Matt Wagner eine jener Comicfiguren geschaffen, die sich nicht auf wenige Worte reduzieren lässt. Denn es handelt sich nicht um eine klassische Superhelden-Story, sondern um eine Jahrhunderte umspannende „Studie der Natur von Aggression“, wie der Zeichner und Autor sein Epos selbst umschreibt. Grendel ist weniger ein einzelner Charakter, als vielmehr eine Art spiritueller Entität, die Besitz von verschiedenen Personen (und später ganzen Personengruppen) ergreift, sie voran- und oftmals letztlich in den Tod treibt. Bitterböse Geschichten, die mit dem Medium Comic und seinen Erzählstrukturen spielen und die man sich nicht entgehen lassen sollte, zumal die gesamten bisherigen Grendel-Storys als Sammelbände erschienen sind.

Zeichner Matt Wagner beim Stumptown Comics Festival 2007 - auf dem Plakat im Hintergrund links Grendel und rechts Argent © ocean yamaha/Flickr

Matt Wagners Grendel: Antiheld und König der Unterwelt

(mehr …)

Kein Filmstudio der Welt versucht gezielt, eine schlechte Comic-Verfilmung zu erschaffen: Sie müssen in der Regel einem gewissen Standard folgen, nur richtet sich dieser selten an der Comicvorlage aus, sondern eher an Verkaufszahlen von Kinokarten und Merchandising. Die schrecklichsten vier dieser cinematischen Neutronenbomben finden sich hier im großen Abschluss der Reihe der schlechtesten Comic-Verfilmungen bei Aicomic.

Vorsicht: Batman and Robin © gniliep/Flickr

In Hollywood scheint niemand zu ahnen, was schlechte Comic-Verfilmungen anzurichten vermögen, ansonsten würden solche Dinge nicht permanent produziert: Nicht nur die Fans und Leser werden vor den Kopf gestoßen, die Zeichner, Autoren und Erfinder der Figuren übergangen, auch die gesamten Franchises können mit nur einem 2-Stunden-Film komplett vernichtet werden. Doch da Hollywood-Produzenten kein Interesse an gelungen Verfilmungen haben, sondern nur an einer zu melkenden Cash-Cow, ist es kaum verwunderlich, dass die ersten vier Plätze auch zu einem Großteil von jenen Produktionen eingenommen werden, von denen man sich irrsinnige Erfolge erhoffte – und die Sache dabei zum eigenen Leidwesen wohl etwas übertrieb.

Die schrecklichen vier: Die ultimativen schlechten Comic-Verfilmungen

(mehr …)

Schlechte Comic-Verfilmungen scheinen das Gesetz der Serie zu beherzigen: Was als Fortsetzung beliebter und gelungener Filme basierend auf Comics angedacht wurde, kann in vielen Fällen direkt vergessen werden. Neben einigen Perlen der fortgesetzten Comicadaptionen finden sich leider auch allzu viele echte Fehltritte.

Wird auch auf Japanisch nicht besser: Spider-Man 3 © MShades/Flickr

Es ist schon merkwürdig, wenn schlechte Comic-Verfilmungen selbst vor beliebten HeldInnen nicht halt machen. Tatsächlich scheinen es sogar in erster Linie jene Fortsetzungen von Superhelden-Filmen zu sein, bei denen die ursprünglichen Instanzen das Metier neu definierten, bei denen aber die Folge-Teile jeder Beschreibung spotten. Und so sind es in Teil 4 der Aicomic-Liste auch zum größten Teil Adaptionen, denen bereits einige, bessere Varianten zuvorkamen, und die sich in ihrer weiteren Entwicklung nicht eben mit Ruhm bekleckerten. Ob als Filmreihe, Figur aus einem Film oder als Zeichentrick – bei den folgenden Plätzen 9 bis 5 waren die Vorgänger allesamt um Klassen besser, als das, was später kam.

Fortsetzungen: schlechte Comic-Verfilmungen vorprogrammiert

(mehr …)

Die schlechtesten Comic-Verfilmungen zeichnen sich durch filmische Verfehlungen, merkwürdige Entscheidungen im Produktionsprozess und die Fähigkeit aus, Fans, Leser und Kinogänger in einem Abwasch zu vergrätzen. Eine Warnung vorweg: Auch in Teil 3 der Aicomic-Liste der 25 misslungensten Adaptionen von Comics wird es nicht schöner und manchmal tut es sogar etwas weh.

Synonym für schlechte Comicfilme: Howard the Duck © joebeone/Flickr

Auf jede gelungene Comic-Verfilmung kommen grob gerechnet fünf bis zwanzig schlechte – da die transmediale Präsentation als Filmgenre immer mehr und immer zügiger an Fahrt gewinnt, lassen sich suboptimale Vertreter dieses Genres vermutlich genauso wenig vermeiden, wie es im Western, im Actionkino oder bei Romantic Comedies der Fall ist. Im dritten Teil der 25 schlechtesten Comic-Verfilmungen geht es auf den Plätzen 14 bis 10 entsprechend auch schon ans Eingemachte: Die fehlgeleiteten Filme, die durch Produktionsbedingungen oder missverstandene Ausführung zu den Genregurken gehören, weichen nach und nach jenen Machwerken, für die es einfach nicht genug Goldene Himbeeren gibt, um dem cinematographischen Versagen gerecht zu werden.

wenn große Superhelden schlecht verfilmt werden

(mehr …)

Comic-Verfilmungen sind oftmals fehlgeleitet und die Gründe für ein Scheitern sind vielfältig. Nicht nur Low-Budget Produktionen, auch groß angelegte Hollywood-Streifen können mächtig daneben greifen, wenn es um die filmische Darstellung gezeichneter Geschichten geht. Und gerade bei Superhelden scheint der Griff überproportional häufig vorbei zu gehen, wie auch Teil 2 der schlechtesten Comic-Verfilmungen zeigt.

Leonardo, Donatello, Raphael und Michelangelo © Rubenstein/Flickr

Probleme entstehen bei Comic-Verfilmungen immer dann, wenn von Seiten der Filmschaffenden weder ihrer Vorlage noch ihrem eigenen Medium getraut wird: Besonders Superhelden wurden lange Zeit für albern gehalten, die Annahmen über Comics beruhten wahlweise auf der alten „Batman“ Fernsehserie oder auf einer missgeleiteten Verbindung zwischen Comic und Cartoon. Das Publikum wird unterschätzt und eigentlich wollte man ja sowieso lieber einen Action-Film machen – dummerweise waren aber gerade die Rechte ein einer obskuren Comicfigur frei.

Auch die dringende Besetzung des Helden/der Heldin mit einem Star – ob das nun passt oder nicht – und ein fehlendes Budget hat für manche Gurke im Bereich der Adaptionen gesorgt. Aicomic geht entsprechend in die zweite Runde der 25 schlechtesten Comic-Verfilmungen mit den Plätzen 19 bis 15.

wirklich schlechte Comic-Verfilmungen: die nächsten Plätze

(mehr …)

Comic-Verfilmungen locken nicht nur unzählige Zuschauer in die Kinos und haben sich als eigenständiges Genre entwickelt, es gibt auch immer wieder Aussetzer, die mit vielversprechenden Charakteren, Schauspielern, Regisseuren, Autoren und vor allem mit viel Geld trotzdem mit Wucht gegen die Wand fahren.

Wie gut Comic-Verfilmungen sein können und aus welchen Gründen, wurde bei Aicomic ja bereits in einer ausführlichen Serie behandelt – doch die Schattenseite der gelungenen Adaptionen stellen eine Vielzahl von lieblos heruntergekurbelten Filmen dar, bei denen man den Eindruck haben kann, dass die Produzenten zwar die Rechte an den Comic-Charakteren hatten, nur um dann kein Vertrauen in ihren potentiellen Erfolg zu haben. Besonders auffällig wird dieser Punkt immer dann, wenn eine Comicverfilmung sich möglichst viel Mühe gibt, all jene Dinge aus der Adaption zu streichen, die sie ursprünglich interessent hätte machen können und nicht einmal ästhetische Gesichtspunkte der Kinoversion etwas abgewinnen können. Die 25 schlechtesten Adaptionen von Comics (unter der gleichen definitorischen Prämisse, wie die 25 besten Comic-Verfilmungen) werden hier in den folgenden Wochen vorgestellt.

Zwischen gut gemeint und gut gemacht existieren manchmal unüberbrückbare Gegensätze: Wolverine: X-Men Origins © §atsukiame/Flickr

schlechte Comic-Verfilmungen: große Helden in schrecklichen Filmen

(mehr …)

Die eComics bieten das Beste aus zwei Welten: digitale Bilder und haptische Comicerfahrung, wie sie zuvor nur durch Hefte und Alben gegeben war. Wer unterwegs Comics lesen möchte, aber keinen Stauraum hat, kann auf Smartphones und Tablets zurückgreifen.

Marvel Comic App © abulhussain/Flickr

eComics sind groß im Kommen: Comics im Internet zu lesen ist zwar nicht neu – Online-Magazine wie das Comicwerk, tägliche Cartoons wie die von Scott Kurtz auf pvponline.com oder auch die Vorstellungsseiten einzelner Comiczeichner gibt es bereits seit über zehn Jahren im World Wide Web zu sehen – nun aber erobern die gezeichneten Storys auch Smartphones und Tablets.

Während etliche Verlage an Umsetzungen arbeiten, ist der renommierte Splitter-Verlag mit seinen Alben bereits jetzt schon in die neuen Gefilde vorgedrungen.

eComics: Comicabenteuer auf Smartphone und Tablet

(mehr …)

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessern. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.