Anime ist in Japan mit Manga enger verbunden, als man es vom Zeichentrickfilm und den Comics im westlichen Kulturraum her kennt. Die bewegten Bilder und die Comicgeschichten im Telefonbuch-Format stehen oftmals in direkter Wechselwirkung zueinander.

Akira Filmposter © Andrew Jian / Flickr
Bei Anime handelt es sich nicht einfach nur um Zeichentrickfilme oder Comic – Verfilmungen basierend auf den Manga-Geschichten der angesagtesten Künstler. In den meisten Fällen bedingen sich die Medien, befruchten sich gegenseitig oder funktionieren als jeweilige Erweiterung des anderen. Anime haben viele unterschiedliche Genres und Stile zu bieten, die von speziellen Nischen bis zu Filmen für ein großes Publikum reichen, Kinofilme und TV Serien mit einschließen und sich nicht unbedingt in erster Linie auf gedruckte Manga beziehen müssen.
Anime: japanische Zeichentricktradition
Interessant ist, dass man in Deutschland das Wort “Anime” erst seit rund zwanzig Jahren benutzt, um über japanische Zeichentrickfilme und -serien zu sprechen… vorher hießen “Die Biene Maja”, “Captain Future”, “Sindbad”, “Heidi” und “Kimba, der weiße Löwe” schlicht “japanische Zeichentrickserien”. Der Advent des Anime in Europa und Amerika kann dabei, trotz der Verbreitung von etlichen Vorgängern, auf ein filmisches und grafisches Meisterwerk zurückgeführt werden, ohne das man wohl nie auf die Idee einer vielschichtigen, reichhaltigen und dezidiert japanischen Zeichentrickkultur gekommen wäre: Katsuhiro Otomos “AKIRA”.
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